Leitfaden für die augenärztliche Sprechstunde: Kommunikation und klinische Praxis
Lernziele
- Die Inhalte der Einzelvorlesung „Leitfaden für die augenärztliche Sprechstunde: Kommunikation und klinische Praxis“ strukturiert wiedergeben.
- Diagnostische Befunde und Differenzialdiagnosen fachärztlich einordnen.
- Therapie, Verlauf und Warnzeichen sicher beurteilen.
Ausführliche Vorlesung
Leitfaden für die augenärztliche Sprechstunde: Kommunikation und klinische Praxis
1. Einleitung
Dieses Dokument dient als umfassender Leitfaden für Assistenzärzte in der Augenheilkunde und fasst die wesentlichen kommunikativen und klinischen Abläufe einer Sprechstunde zusammen. Der Fokus liegt auf der effektiven Interaktion mit dem Patienten – von der Anamnese über die Untersuchung bis hin zur Therapieerklärung – sowie dem Verständnis der internen Kommunikation und Dokumentation. Das Ziel ist es, den Arzt zu befähigen, eine Sprechstunde selbstständig und souverän zu leiten, indem er sowohl die patientengerechte Sprache als auch den präzisen klinischen Jargon beherrscht. Die Fähigkeit, die oft stichpunktartigen Anweisungen des Chefarztes zu entschlüsseln und in vollständige medizinische Dokumentationen zu überführen, ist hierbei von zentraler Bedeutung.
2. Patientenaufnahme und Anamnese
Der erste Kontakt legt den Grundstein für eine erfolgreiche Konsultation. Eine strukturierte Anamnese ist entscheidend, um die Beschwerden des Patienten präzise zu erfassen.
2.1. Begrüßung und zentrale Fragen
Die Anamnese beginnt mit offenen Fragen, um das Anliegen des Patienten zu verstehen.
- Erste Kontaktaufnahme:
- "Guten Tag, wie geht es Ihnen?"
- "Worum geht es bei Ihnen?"
- "Welche Beschwerden haben Sie?"
- Zeitlicher Verlauf:
- "Seit wann haben Sie diese Probleme / Beschwerden?"
- "Seit wann benutzen Sie diese Medikamente?"
- Funktionelle Fragen:
- "Fahren Sie Auto?" (Wichtig für die Entscheidung, pupillenerweiternde Tropfen zu geben)
- "Kommen Sie zurecht mit dem Sehen?"
2.2. Typische Patientenbeschwerden
Patienten beschreiben ihre Symptome oft mit bildhafter Sprache. Hier sind authentische Beispiele aus der Praxis:
- Druck und Schmerz: "Ich dabei einen Druck an den Augen zu holen. Kopfschmerzen bekommen."
- Visuelle Störungen:
- Floaters ("Mouches volantes"): "Ich hab auch schwarze Punkte immer von Augen."
- Lichtblitze: "Ich hätte jetzt einmal so so ein Flackern. Rechts, rechts, rechts, dreimal, also Blitz. Wie Gewitter."
- Verschwommenes Sehen: "Probleme halt konzentriert sich gerade sehen. Manchmal anstrengen.", "Seit kurzem kann ich ganz schlecht lesen."
- Bildinstabilität: "Beim Fernsehen gucken, dann flackert mein Bild irgendwie immer so komisch. Und dann wird es leicht verschwommen."
- Oberflächenbeschwerden:
- Brennen/Fremdkörpergefühl: "Die Augen brennen auch manchmal so, als wenn ich Sand im Taucher bin."
- Trockenheit/Verkleben: "Etwas Flüssiges daraus, da hat sich ja auch so über Nacht ja so Zugecremt durchs Auge.", "Es is immer klebrig. Alles hier, alles klebt ne."
- Lichtempfindlichkeit: "Ich bin sehr lichtempfindlich."
3. Die Untersuchung: Anweisungen und Kommunikation
Klare und präzise Anweisungen sind für eine erfolgreiche Untersuchung unerlässlich.
3.1. Allgemeine Anweisungen
- Positionierung am Gerät: "Setzen Sie sich hierher auf den schwarzen Stuhl.", "Bitte nach vorne wissen, bitte."
- Blickrichtung: "Schauen Sie gerade aus."
- Augenbewegungen: "Nach oben, bitte.", "Nach rechts.", "Nach links.", "Nach unten.", "Guck mal mein Ohr an."
3.2. Die Visusprüfung (Sehschärfenbestimmung)
Die Visusprüfung folgt einem standardisierten Dialog, um die Sehschärfe exakt zu bestimmen.
- Aufforderung zum Lesen:
- "Können Sie das vorlesen?"
- "Was ist das?"
- Subjektiver Abgleich:
- "Ist das besser oder schlechter?" / "So besser oder schlechter?"
- "1 oder 2?" (Beim Vorhalten von zwei unterschiedlichen Gläsern)
- "Ist das noch besser?"
- Präzisierung:
- "Noch einmal bitte."
- "Die letzte Zeile."
- Mit/ohne Korrektur:
- "Noch mal rüber mit der Brille."
4. Interne Kommunikation und Dokumentation
Während oder nach der Untersuchung diktiert der leitende Arzt die Befunde oft in einer prägnanten Fachsprache für die Patientenakte. Das Verständnis dieses "Stenogramms" ist für den Assistenzarzt entscheidend.
| Diktierter Begriff / Kürzel | Vollständige Bedeutung und klinischer Kontext |
|---|
| Vorderer Augenabschnitt (VAA) reizfrei | Der vordere Teil des Auges (Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer) zeigt keine Entzündungszeichen. |
| Medien klar | Hornhaut, Linse und Glaskörper sind transparent und ermöglichen eine klare Sicht auf den Augenhintergrund. |
| Cat. nuc. / Kernsklerose | Cataracta nuclearis: Ein Grauer Star, der sich durch eine Trübung und Verhärtung des Linsenkerns auszeichnet. |
| Subcapsularis posterior | Eine Form des Grauen Stars (hintere Schalenkatarakt), die sich an der Rückseite der Linsenkapsel entwickelt. |
| Nachstar (NS) | Eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel, die nach einer Katarakt-Operation auftreten kann. |
| Makula sauber / trocken | Die Makula (Stelle des schärfsten Sehens) ist unauffällig, ohne Ödeme oder Drusen. |
| Netzhaut anliegend (NHA anl.) | Die Netzhaut liegt vollständig und korrekt an der Innenwand des Auges an; es liegt keine Netzhautablösung vor. |
| Papille vital, randständig, CDR 0.6 | Der Sehnervenkopf (Papille) ist gut durchblutet und scharf begrenzt. Das Cup-to-Disk-Ratio (CDR) beschreibt die Größe der zentralen Aushöhlung. |
| Glaskörpertrübungen (GKT) | Degenerative Veränderungen im Glaskörper, die vom Patienten als "schwarze Punkte" oder "fliegende Mücken" wahrgenommen werden. |
| Augendruck (IOP) R/L 13/15 | Intraokularer Druck: Rechts 13 mmHg, links 15 mmHg. Der Wert wird für die Glaukom-Diagnostik benötigt. |
5. Diagnosen und Befunderklärung
Die transparente Kommunikation der Diagnose und der Befunde ist entscheidend für das Patientenverständnis und die Compliance.
5.1. Häufige Diagnosen und ihre Erklärung
- Grauer Star (Katarakt):
- Diagnosestellung: "Sie haben grauer Star.", "Der graue Star hat zugenommen."
- Patientenerklärung der OP: "Entweder also machen wir wie eine grauer Stab Operation. Intern, die normalerweise implantiert, also eine multifokale Insel sozusagen. Damit kann man also richtig sehen, von Ferne und auch beim Lesen." Im Gespräch mit Kollegen werden die anatomischen Teile präzisiert: Die "vordere Schale und Kern" der Linse werden entfernt, während die "hintere Schale" als Stütze für die "künstliche Linse" erhalten bleibt.
- Nachstar:
- Diagnosestellung: "Sie haben einen leichten Ansatz für Nachstar."
- Patientenerklärung der Behandlung: "Mit Laser einfach wegmachen."
- Trockene Augen (Keratoconjunctivitis sicca):
- Diagnosestellung: "Es ist nur die Trockenheit.", "Sie hat nur also leicht [...] Trockenheit."
- Therapieanweisung: "Sie brauchen Befeuchtungstropfen."
- Glaukom (Grüner Star):
- Befundmitteilung: "Die sehne Eskalation bei ihnen rechts ein bisschen großer rechts ein bisschen größer als links." (Gemeint ist die Exkavation der Papille)
- Empfehlung: "Also es ist empfohlen, auch den Druck zu kontrollieren. [...] Was war hoch? Man muss vielleicht noch etwas behandeln."
- Altersbedingte Makuladegeneration (AMD):
- Diagnosestellung: "Sie hat Makuladegeneration und ist altersbedingt."
- Prognoseerklärung: "Diese Krankheit verschlechtert aber ganz langsam. Ja, kann man nichts machen."
- Netzhautprobleme (Blitze/Floaters):
- Erklärung der Ursache: "Diese Witze dürfen auf Zug auf einen Zaun okay." (Gemeint ist: "Diese Blitze deuten auf einen Zug auf der Netzhaut hin.") "Unsere Aufgänge Flucht mit Gelbmaterial, das heißt Glaskörper. [...] Und diese mit Augenbewegung macht einen Zug auf mir zu [Netzhaut]."
5.2. Beruhigung und Einordnung
- Bei unauffälligem Befund: "Naja, soweit alles in Ordnung.", "Auf meiner Seite sofort in Ordnung ist keine Ausbildungskarte" (soll heißen: "von meiner Seite ist alles in Ordnung").
- Bei altersbedingten Veränderungen: "Das ist altersbedingt OK, aber jetzt gerade brauchen Sie entsprechend OK."
- Allgemeine Beruhigung: "Machen Sie sich keine Sorgen."
6. Therapieplanung und Patientenanweisungen
Nach der Diagnose müssen die nächsten Schritte klar und verständlich kommuniziert werden.
- Medikamentöse Therapie (Tropfen):
- Verordnung: "Ich schreibe Ihnen ein Rezept.", "Sie brauchen Befeuchtungstropfen."
- Anwendung und Compliance: "Haben Sie regelmäßig getropft?", "Einfach weiter Tropfen."
- Dosisreduktion (Ausschleichen): "Man muss das allmählich reduzieren jetzt. [...] Alle 5 Tage einmal reduzieren."
- Brillenverordnung:
- Diskussion über Gleitsichtbrillen: Bei Unverträglichkeit ("wenn ich nach unten gucke") kann die Lösung lauten: "Machen sie 2 Rollen [Brillen]. Das ist die einzige Lösung."
- Verordnung für die Nähe: "Übrigens einfach Lesebrille."
- Terminplanung:
- Routinekontrolle: "Machen wir Kontrolle in einem Jahr.", "Nächste Kontrolle in ein bis 2 Jahren."
- OP-Vorbereitung: "Vorstellungstermin zur OP."
- Notfallanweisungen (Rote Flaggen):
- Bei Netzhaut-Symptomen: "Falls Blitze noch einmal [auftreten], oder Sie schwarze Punkte oder sehr viele schwarze Punkte auf einmal [sehen] oder [einen] festen Schatten seitlich, dann kommen Sie sofort. OK, das vielleicht deutet auf [...] Löcher oder was in letzter [Netzhaut] oder beziehungsweise auch mit Zauberblösel [Netzhautablösung]."
Prüfungsorientierter Überblick
Leitfaden für die augenärztliche Sprechstunde: Kommunikation und klinische Praxis
Dieses Dokument dient als umfassender Leitfaden für Assistenzärzte in der Augenheilkunde und fasst die wesentlichen kommunikativen und klinischen Abläufe einer Sprechstunde zusammen. Der Fokus liegt auf der effektiven Interaktion mit dem Patienten – von der Anamnese über die Untersuchung bis hin zur Therapieerklärung – sowie dem Verständnis der internen Kommunikation und Dokumentation. Das Ziel ist es, den Arzt zu befähigen, eine Sprechstunde selbstständig und souverän zu leiten, indem er sowohl die patientengerechte Sprache als auch den präzisen klinischen Jargon beherrscht. Die Fähigkeit, die oft stichpunktartigen Anweisungen des Chefarztes zu entschlüsseln und in vollständige medizinische Dokumentationen zu überführen, ist hierbei von zentraler Bedeutung.
Der erste Kontakt legt den Grundstein für eine erfolgreiche Konsultation. Eine strukturierte Anamnese ist entscheidend, um die Beschwerden des Patienten präzise zu erfassen.
Die Anamnese beginnt mit offenen Fragen, um das Anliegen des Patienten zu verstehen.
Erste Kontaktaufnahme: "Guten Tag, wie geht es Ihnen?" "Worum geht es bei Ihnen?" "Welche Beschwerden haben Sie?" Zeitlicher Verlauf: "Seit wann haben Sie diese Probleme / Beschwerden?" "Seit wann benutzen Sie diese Medikamente?" Funktionelle Fragen: "Fahren Sie Auto?" (Wichtig für die Entscheidung, pupillenerweiternde Tropfen zu geben) "Kommen Sie zurecht mit dem Sehen?"
Patienten beschreiben ihre Symptome oft mit bildhafter Sprache. Hier sind authentische Beispiele aus der Praxis:
Druck und Schmerz: "Ich dabei einen Druck an den Augen zu holen. Kopfschmerzen bekommen." Visuelle Störungen: Floaters ("Mouches volantes"): "Ich hab auch schwarze Punkte immer von Augen." Lichtblitze: "Ich hätte jetzt einmal so so ein Flackern. Rechts, rechts, rechts, dreimal, also Blitz. Wie Gewitter." Verschwommenes Sehen: "Probleme halt konzentriert sich gerade sehen. Manchmal anstrengen.", "Seit kurzem kann ich ganz schlecht lesen." Bildinstabilität: "Beim Fernsehen gucken, dann flackert mein Bild irgendwie immer so komisch. Und dann wird es leicht verschwommen." Oberflächenbeschwerden: Brennen/Fremdkörpergefühl: "Die Augen brennen auch manchmal so, als wenn ich Sand im Taucher bin." Trockenheit/Verkleben: "Etwas Flüssiges daraus, da hat sich ja auch so über Nacht ja so Zugecremt durchs Auge.", "Es is immer klebrig. Alles hier, alles klebt ne." Lichtempfindlichkeit: "Ich bin sehr lichtempfindlich."
Klare und präzise Anweisungen sind für eine erfolgreiche Untersuchung unerlässlich.
Positionierung am Gerät: "Setzen Sie sich hierher auf den schwarzen Stuhl.", "Bitte nach vorne wissen, bitte." Blickrichtung: "Schauen Sie gerade aus." Augenbewegungen: "Nach oben, bitte.", "Nach rechts.", "Nach links.", "Nach unten.", "Guck mal mein Ohr an."
Die Visusprüfung folgt einem standardisierten Dialog, um die Sehschärfe exakt zu bestimmen.
Diagnostik
- Dieses Dokument dient als umfassender Leitfaden für Assistenzärzte in der Augenheilkunde und fasst die wesentlichen kommunikativen und klinischen Abläufe einer Sprechstunde zusammen. Der Fokus liegt auf der effektiven Interaktion mit dem Patienten – von der Anamnese über die Untersuchung bis hin zur Therapieerklärung – sowie dem Verständnis der internen Kommunikation und Dokumentation. Das Ziel ist es, den Arzt zu befähigen, eine Sprechstunde selbstständig und souverän zu leiten, indem er sowohl die patientengerechte Sprache als auch den präzisen klinischen Jargon beherrscht. Die Fähigkeit, die oft stichpunktartigen Anweisungen des Chefarztes zu entschlüsseln und in vollständige medizinische Dokumentationen zu überführen, ist hierbei von zentraler Bedeutung.
- Klare und präzise Anweisungen sind für eine erfolgreiche Untersuchung unerlässlich.
- Während oder nach der Untersuchung diktiert der leitende Arzt die Befunde oft in einer prägnanten Fachsprache für die Patientenakte. Das Verständnis dieses "Stenogramms" ist für den Assistenzarzt entscheidend.
- Diktierter Begriff / Kürzel Vollständige Bedeutung und klinischer Kontext :--- :--- Vorderer Augenabschnitt (VAA) reizfrei Der vordere Teil des Auges (Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer) zeigt keine Entzündungszeichen. Medien klar Hornhaut, Linse und Glaskörper sind transparent und ermöglichen eine klare Sicht auf den Augenhintergrund. Cat. nuc. / Kernsklerose Cataracta nuclearis: Ein Grauer Star, der sich durch eine Trübung und Verhärtung des Linsenkerns auszeichnet. Subcapsularis posterior Eine Form des Grauen Stars (hintere Schalenkatarakt), die sich an der Rückseite der Linsenkapsel entwickelt. Nachstar (NS) Eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel, die nach einer Katarakt-Operation auftreten kann. Makula sauber / trocken Die Makula (Stelle des schärfsten Sehens) ist unauffällig, ohne Ödeme oder Drusen. Netzhaut anliegend (NHA anl.) Die Netzhaut liegt vollständig und korrekt an der Innenwand des Auges an; es liegt keine Netzhautablösung vor. Papille vital, randständig, CDR 0.6 Der Sehnervenkopf (Papille) ist gut durchblutet und scharf begrenzt. Das Cup-to-Disk-Ratio (CDR) beschreibt die Größe der zentralen Aushöhlung. Glaskörpertrübungen (GKT) Degenerative Veränderungen im Glaskörper, die vom Patienten als "schwarze Punkte" oder "fliegende Mücken" wahrgenommen werden. Augendruck (IOP) R/L 13/15 Intraokularer Druck: Rechts 13 mmHg, links 15 mmHg. Der Wert wird für die Glaukom-Diagnostik benötigt.
- Die transparente Kommunikation der Diagnose und der Befunde ist entscheidend für das Patientenverständnis und die Compliance.
- Grauer Star (Katarakt): Diagnosestellung: "Sie haben grauer Star.", "Der graue Star hat zugenommen." Patientenerklärung der OP: "Entweder also machen wir wie eine grauer Stab Operation. Intern, die normalerweise implantiert, also eine multifokale Insel sozusagen. Damit kann man also richtig sehen, von Ferne und auch beim Lesen." Im Gespräch mit Kollegen werden die anatomischen Teile präzisiert: Die "vordere Schale und Kern" der Linse werden entfernt, während die "hintere Schale" als Stütze für die "künstliche Linse" erhalten bleibt. Nachstar: Diagnosestellung: "Sie haben einen leichten Ansatz für Nachstar." Patientenerklärung der Behandlung: "Mit Laser einfach wegmachen." Trockene Augen (Keratoconjunctivitis sicca): Diagnosestellung: "Es ist nur die Trockenheit.", "Sie hat nur also leicht [...] Trockenheit." Therapieanweisung: "Sie brauchen Befeuchtungstropfen." Glaukom (Grüner Star): Befundmitteilung: "Die sehne Eskalation bei ihnen rechts ein bisschen großer rechts ein bisschen größer als links." (Gemeint ist die Exkavation der Papille) Empfehlung: "Also es ist empfohlen, auch den Druck zu kontrollieren. [...] Was war hoch? Man muss vielleicht noch etwas behandeln." Altersbedingte Makuladegeneration (AMD): Diagnosestellung: "Sie hat Makuladegeneration und ist altersbedingt." Prognoseerklärung: "Diese Krankheit verschlechtert aber ganz langsam. Ja, kann man nichts machen." Netzhautprobleme (Blitze/Floaters): Erklärung der Ursache: "Diese Witze dürfen auf Zug auf einen Zaun okay." (Gemeint ist: "Diese Blitze deuten auf einen Zug auf der Netzhaut hin.") "Unsere Aufgänge Flucht mit Gelbmaterial, das heißt Glaskörper. [...] Und diese mit Augenbewegung macht einen Zug auf mir zu [Netzhaut]."
- Bei unauffälligem Befund: "Naja, soweit alles in Ordnung.", "Auf meiner Seite sofort in Ordnung ist keine Ausbildungskarte" (soll heißen: "von meiner Seite ist alles in Ordnung"). Bei altersbedingten Veränderungen: "Das ist altersbedingt OK, aber jetzt gerade brauchen Sie entsprechend OK." Allgemeine Beruhigung: "Machen Sie sich keine Sorgen."
- Nach der Diagnose müssen die nächsten Schritte klar und verständlich kommuniziert werden.
Differenzialdiagnosen
- Grauer Star (Katarakt): Diagnosestellung: "Sie haben grauer Star.", "Der graue Star hat zugenommen." Patientenerklärung der OP: "Entweder also machen wir wie eine grauer Stab Operation. Intern, die normalerweise implantiert, also eine multifokale Insel sozusagen. Damit kann man also richtig sehen, von Ferne und auch beim Lesen." Im Gespräch mit Kollegen werden die anatomischen Teile präzisiert: Die "vordere Schale und Kern" der Linse werden entfernt, während die "hintere Schale" als Stütze für die "künstliche Linse" erhalten bleibt. Nachstar: Diagnosestellung: "Sie haben einen leichten Ansatz für Nachstar." Patientenerklärung der Behandlung: "Mit Laser einfach wegmachen." Trockene Augen (Keratoconjunctivitis sicca): Diagnosestellung: "Es ist nur die Trockenheit.", "Sie hat nur also leicht [...] Trockenheit." Therapieanweisung: "Sie brauchen Befeuchtungstropfen." Glaukom (Grüner Star): Befundmitteilung: "Die sehne Eskalation bei ihnen rechts ein bisschen großer rechts ein bisschen größer als links." (Gemeint ist die Exkavation der Papille) Empfehlung: "Also es ist empfohlen, auch den Druck zu kontrollieren. [...] Was war hoch? Man muss vielleicht noch etwas behandeln." Altersbedingte Makuladegeneration (AMD): Diagnosestellung: "Sie hat Makuladegeneration und ist altersbedingt." Prognoseerklärung: "Diese Krankheit verschlechtert aber ganz langsam. Ja, kann man nichts machen." Netzhautprobleme (Blitze/Floaters): Erklärung der Ursache: "Diese Witze dürfen auf Zug auf einen Zaun okay." (Gemeint ist: "Diese Blitze deuten auf einen Zug auf der Netzhaut hin.") "Unsere Aufgänge Flucht mit Gelbmaterial, das heißt Glaskörper. [...] Und diese mit Augenbewegung macht einen Zug auf mir zu [Netzhaut]."
Therapieprinzipien
- Dieses Dokument dient als umfassender Leitfaden für Assistenzärzte in der Augenheilkunde und fasst die wesentlichen kommunikativen und klinischen Abläufe einer Sprechstunde zusammen. Der Fokus liegt auf der effektiven Interaktion mit dem Patienten – von der Anamnese über die Untersuchung bis hin zur Therapieerklärung – sowie dem Verständnis der internen Kommunikation und Dokumentation. Das Ziel ist es, den Arzt zu befähigen, eine Sprechstunde selbstständig und souverän zu leiten, indem er sowohl die patientengerechte Sprache als auch den präzisen klinischen Jargon beherrscht. Die Fähigkeit, die oft stichpunktartigen Anweisungen des Chefarztes zu entschlüsseln und in vollständige medizinische Dokumentationen zu überführen, ist hierbei von zentraler Bedeutung.
- Diktierter Begriff / Kürzel Vollständige Bedeutung und klinischer Kontext :--- :--- Vorderer Augenabschnitt (VAA) reizfrei Der vordere Teil des Auges (Bindehaut, Hornhaut, Vorderkammer) zeigt keine Entzündungszeichen. Medien klar Hornhaut, Linse und Glaskörper sind transparent und ermöglichen eine klare Sicht auf den Augenhintergrund. Cat. nuc. / Kernsklerose Cataracta nuclearis: Ein Grauer Star, der sich durch eine Trübung und Verhärtung des Linsenkerns auszeichnet. Subcapsularis posterior Eine Form des Grauen Stars (hintere Schalenkatarakt), die sich an der Rückseite der Linsenkapsel entwickelt. Nachstar (NS) Eine Eintrübung der hinteren Linsenkapsel, die nach einer Katarakt-Operation auftreten kann. Makula sauber / trocken Die Makula (Stelle des schärfsten Sehens) ist unauffällig, ohne Ödeme oder Drusen. Netzhaut anliegend (NHA anl.) Die Netzhaut liegt vollständig und korrekt an der Innenwand des Auges an; es liegt keine Netzhautablösung vor. Papille vital, randständig, CDR 0.6 Der Sehnervenkopf (Papille) ist gut durchblutet und scharf begrenzt. Das Cup-to-Disk-Ratio (CDR) beschreibt die Größe der zentralen Aushöhlung. Glaskörpertrübungen (GKT) Degenerative Veränderungen im Glaskörper, die vom Patienten als "schwarze Punkte" oder "fliegende Mücken" wahrgenommen werden. Augendruck (IOP) R/L 13/15 Intraokularer Druck: Rechts 13 mmHg, links 15 mmHg. Der Wert wird für die Glaukom-Diagnostik benötigt.
- Grauer Star (Katarakt): Diagnosestellung: "Sie haben grauer Star.", "Der graue Star hat zugenommen." Patientenerklärung der OP: "Entweder also machen wir wie eine grauer Stab Operation. Intern, die normalerweise implantiert, also eine multifokale Insel sozusagen. Damit kann man also richtig sehen, von Ferne und auch beim Lesen." Im Gespräch mit Kollegen werden die anatomischen Teile präzisiert: Die "vordere Schale und Kern" der Linse werden entfernt, während die "hintere Schale" als Stütze für die "künstliche Linse" erhalten bleibt. Nachstar: Diagnosestellung: "Sie haben einen leichten Ansatz für Nachstar." Patientenerklärung der Behandlung: "Mit Laser einfach wegmachen." Trockene Augen (Keratoconjunctivitis sicca): Diagnosestellung: "Es ist nur die Trockenheit.", "Sie hat nur also leicht [...] Trockenheit." Therapieanweisung: "Sie brauchen Befeuchtungstropfen." Glaukom (Grüner Star): Befundmitteilung: "Die sehne Eskalation bei ihnen rechts ein bisschen großer rechts ein bisschen größer als links." (Gemeint ist die Exkavation der Papille) Empfehlung: "Also es ist empfohlen, auch den Druck zu kontrollieren. [...] Was war hoch? Man muss vielleicht noch etwas behandeln." Altersbedingte Makuladegeneration (AMD): Diagnosestellung: "Sie hat Makuladegeneration und ist altersbedingt." Prognoseerklärung: "Diese Krankheit verschlechtert aber ganz langsam. Ja, kann man nichts machen." Netzhautprobleme (Blitze/Floaters): Erklärung der Ursache: "Diese Witze dürfen auf Zug auf einen Zaun okay." (Gemeint ist: "Diese Blitze deuten auf einen Zug auf der Netzhaut hin.") "Unsere Aufgänge Flucht mit Gelbmaterial, das heißt Glaskörper. [...] Und diese mit Augenbewegung macht einen Zug auf mir zu [Netzhaut]."
- Medikamentöse Therapie (Tropfen): Verordnung: "Ich schreibe Ihnen ein Rezept.", "Sie brauchen Befeuchtungstropfen." Anwendung und Compliance: "Haben Sie regelmäßig getropft?", "Einfach weiter Tropfen." Dosisreduktion (Ausschleichen): "Man muss das allmählich reduzieren jetzt. [...] Alle 5 Tage einmal reduzieren." Brillenverordnung: Diskussion über Gleitsichtbrillen: Bei Unverträglichkeit ("wenn ich nach unten gucke") kann die Lösung lauten: "Machen sie 2 Rollen [Brillen]. Das ist die einzige Lösung." Verordnung für die Nähe: "Übrigens einfach Lesebrille." Terminplanung: Routinekontrolle: "Machen wir Kontrolle in einem Jahr.", "Nächste Kontrolle in ein bis 2 Jahren." OP-Vorbereitung: "Vorstellungstermin zur OP." Notfallanweisungen (Rote Flaggen): Bei Netzhaut-Symptomen: "Falls Blitze noch einmal [auftreten], oder Sie schwarze Punkte oder sehr viele schwarze Punkte auf einmal [sehen] oder [einen] festen Schatten seitlich, dann kommen Sie sofort. OK, das vielleicht deutet auf [...] Löcher oder was in letzter [Netzhaut] oder beziehungsweise auch mit Zauberblösel [Netzhautablösung]."
Red Flags
- Bei unauffälligem Befund: "Naja, soweit alles in Ordnung.", "Auf meiner Seite sofort in Ordnung ist keine Ausbildungskarte" (soll heißen: "von meiner Seite ist alles in Ordnung"). Bei altersbedingten Veränderungen: "Das ist altersbedingt OK, aber jetzt gerade brauchen Sie entsprechend OK." Allgemeine Beruhigung: "Machen Sie sich keine Sorgen."
- Medikamentöse Therapie (Tropfen): Verordnung: "Ich schreibe Ihnen ein Rezept.", "Sie brauchen Befeuchtungstropfen." Anwendung und Compliance: "Haben Sie regelmäßig getropft?", "Einfach weiter Tropfen." Dosisreduktion (Ausschleichen): "Man muss das allmählich reduzieren jetzt. [...] Alle 5 Tage einmal reduzieren." Brillenverordnung: Diskussion über Gleitsichtbrillen: Bei Unverträglichkeit ("wenn ich nach unten gucke") kann die Lösung lauten: "Machen sie 2 Rollen [Brillen]. Das ist die einzige Lösung." Verordnung für die Nähe: "Übrigens einfach Lesebrille." Terminplanung: Routinekontrolle: "Machen wir Kontrolle in einem Jahr.", "Nächste Kontrolle in ein bis 2 Jahren." OP-Vorbereitung: "Vorstellungstermin zur OP." Notfallanweisungen (Rote Flaggen): Bei Netzhaut-Symptomen: "Falls Blitze noch einmal [auftreten], oder Sie schwarze Punkte oder sehr viele schwarze Punkte auf einmal [sehen] oder [einen] festen Schatten seitlich, dann kommen Sie sofort. OK, das vielleicht deutet auf [...] Löcher oder was in letzter [Netzhaut] oder beziehungsweise auch mit Zauberblösel [Netzhautablösung]."
Prüfungsfragen
1. Was sind die wichtigsten Lernpunkte der Vorlesung „Leitfaden für die augenärztliche Sprechstunde: Kommunikation und klinische Praxis“?
Die Antwort ergibt sich aus den strukturierten Abschnitten und muss am individuellen klinischen Befund überprüft werden.
2. Welche Befunde erfordern eine dringliche Abklärung?
Rasche Sehverschlechterung, starke Schmerzen, ausgeprägte Entzündung, Druckanstieg oder Verdacht auf eine infektiöse oder neurologische Ursache.