glaucoma · Lernentwurf

Glaukomtherapie 2025: Eine Synthese aktueller Schlüsselstudien

Dieses Briefing-Dokument fasst die Kernaussagen aus sieben ausgewählten wissenschaftlichen Studien zur Glaukomtherapie zusammen, die zwischen Juni 2024 und Juni 2025 veröffentlicht wurden. Die Analyse, basierend auf einer Präsentation von Dr. Thomas Klink, gliedert sich in die drei Haupttherapiebereiche: medikamentöse Behandlung, Lasertherapie und Chirurgie. Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

Deutsch3825 WörterMedizinische Prüfung
Redaktioneller Entwurf: Das Kapitel ist noch nicht medizinisch freigegeben.

Lernziele

  • Die Inhalte der Einzelvorlesung „Glaukomtherapie 2025: Eine Synthese aktueller Schlüsselstudien“ strukturiert wiedergeben.
  • Diagnostische Befunde und Differenzialdiagnosen fachärztlich einordnen.
  • Therapie, Verlauf und Warnzeichen sicher beurteilen.

Ausführliche Vorlesung

Glaukomtherapie 2025: Eine Synthese aktueller Schlüsselstudien

Executive Summary

Dieses Briefing-Dokument fasst die Kernaussagen aus sieben ausgewählten wissenschaftlichen Studien zur Glaukomtherapie zusammen, die zwischen Juni 2024 und Juni 2025 veröffentlicht wurden. Die Analyse, basierend auf einer Präsentation von Dr. Thomas Klink, gliedert sich in die drei Haupttherapiebereiche: medikamentöse Behandlung, Lasertherapie und Chirurgie. Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

  • Uveitis-Inzidenz durch Medikation: Entgegen der gängigen Annahme weisen Prostaglandin-Analoga ein fünf- bis sechsfach *geringeres* Risiko auf, eine Uveitis auszulösen, als Betablocker, Alpha-Agonisten und Carboanhydrasehemmer.
  • Glaukomrisiko bei ADHS-Medikation: Eine Neubewertung zeigt, dass Atomoxetin und Amphetamine das Risiko für einen Winkelverschluss erhöhen, während Methylphenidat mit einem erhöhten Risiko für ein primäres Offenwinkelglaukom assoziiert ist.
  • Intensität der Initialtherapie: Bei Patienten mit einem hohen Ausgangsaugeninnendruck (≥ 24 mmHg) führt eine initiale, intensive Multitherapie (drei Wirkstoffe plus SLT) zu einer signifikant geringeren Progressionsrate im Gesichtsfeld über fünf Jahre im Vergleich zur Monotherapie.
  • Nachsorge nach SLT: Eine einwöchige Nachbehandlung mit hochdosiertem Prednisolon (1%) nach einer 360°-SLT bei primärem Offenwinkelglaukom führt zu einer signifikant höheren Erfolgsrate nach 12 Monaten.
  • Reihenfolge der Therapieeskalation: Eine vorangegangene Lasertrabekuloplastik (LTP) erhöht das Risiko für eine nachfolgende Reoperation nach einer Kammerwinkelchirurgie (MIGS) um mehr als 50 %, was die klassische Stufentherapie in Frage stellt.
  • Vergleich der Filtrationschirurgie: In einer großen retrospektiven Studie zeigte der Preserflo® MicroShunt eine höhere Erfolgsrate und ein günstigeres Komplikationsprofil im Vergleich zur Trabekulektomie und zum XEN®-Gel-Stent.
  • Chirurgie bei Normaldruckglaukom: Der Preserflo® MicroShunt erweist sich auch bei Patienten mit Normaldruckglaukom als wirksam, indem er den Augeninnendruck signifikant senkt und die Tag-Nacht-Druckschwankungen nivelliert, ähnlich wie bei Hochdruckglaukomen.

Einleitung

Die vorliegende Analyse basiert auf einer Auswertung von Dr. Thomas Klink (Augenklinik Herzog Carl Theodor, München), der für das "State of the Art Update 2025" der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sieben relevante Studien zur Glaukomtherapie vorstellte. Die Auswahl erfolgte aus einem Pool von rund 2.000 Publikationen, die zwischen Juni 2024 und Juni 2025 erschienen sind, und konzentriert sich auf die drei therapeutischen Säulen: Medikation, Laser und Chirurgie.

I. Medikamentöse Therapie

Drei Studien beleuchten neue Aspekte der medikamentösen Glaukombehandlung, von Nebenwirkungen bis hin zu Therapie-Strategien.

Studie 1: Uveitis-Inzidenz nach Beginn einer Glaukommedikation

ParameterBeschreibung
StudiendesignRetrospektive Analyse von 64.517 Datensätzen.
PopulationNeudiagnostizierte Glaukompatienten bei Ersttherapie.
DatenquelleSOURCE (Sight Outcomes Research Collaborative) Ophthalmology Data Repository.
VergleichInzidenz von Uveitis nach Therapiebeginn mit Prostaglandinen (62%), Betablockern (17%), Alpha-Agonisten (18%) oder Carboanhydrasehemmern (4%).
ZielFeststellung der Uveitis-Entstehung nach 3 und 6 Monaten.
QuelleChauhan MZ et al., Ophthalmol Glaucoma 2025.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Entgegen der klinischen Erwartung haben Prostaglandine das niedrigste Risiko, eine Uveitis auszulösen.
  • Alpha-Agonisten, Betablocker und Carboanhydrasehemmer zeigten ein fünf- bis sechsfach erhöhtes Risiko für eine Uveitis-Entstehung im Vergleich zu Prostaglandinen.
  • Der zeitliche Verlauf bis zum Auftreten der Uveitis war kurz: ca. 40 Tage bei den Nicht-Prostaglandin-Gruppen und geringfügig länger (47 Tage) bei den Prostaglandinen.
  • Die Uveitis manifestierte sich in 80% der Fälle als anterior, 15% als posterior und 5% als intermediär.

Klinische Relevanz und Einordnung:

  • Bisherige Annahme: Die Studienlage war heterogen, oft geprägt von monozentrischen Studien mit geringen Fallzahlen, die eine Assoziation zwischen Prostaglandinen und Uveitis nahelegten.
  • Neue Erkenntnis: Diese große Registerstudie stellt die bisherige Annahme in Frage und zeigt, dass andere gängige Glaukommedikamente ein deutlich höheres Entzündungsrisiko bergen. Bei einer medikamenteninduzierten Uveitis sollten im Zweifelsfall alle Medikamente abgesetzt und nach Überbrückung gezielt wieder angesetzt werden, um den Auslöser zu identifizieren.

Studie 2: Glaukomrisiko durch ADHS-Medikation

ParameterBeschreibung
StudiendesignRetrospektive, fallkontrollierte Kohortenstudie.
PopulationADHS-Patienten unter Atomoxetin, Methylphenidat und Amphetamin.
Datenquelle> 240.000 Datensätze aus der PharMetrics Plus Database (IQVIA, USA).
AnalysePro Glaukompatient wurden vier gematchte Kontrollpersonen verglichen. Nachbeobachtung bis zu einem Jahr.
ZielUntersuchung des Risikos für Winkelverschluss- oder Offenwinkelglaukom.
QuelleDarwich R et al., Eye 2024.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Atomoxetin und Amphetamine sind mit einem signifikant erhöhten Risiko für einen Winkelverschluss assoziiert.
  • Methylphenidat ist hingegen mit einem leicht erhöhten Risiko für ein primäres Offenwinkelglaukom verbunden.
  • Diese Studie korrigiert die bisherige Annahme, dass Methylphenidat hauptsächlich ein Risiko für einen Winkelblock darstellt.

Klinische Relevanz und Einordnung:

  • Bisherige Annahme: Methylphenidat galt als kontraindiziert bei Gefahr eines Winkelblocks.
  • Neue Erkenntnis: Die Risiken sind substanzspezifisch und unterscheiden sich für Winkelblock und Offenwinkelglaukom. In den USA erhalten 10 % der Kinder und 4 % der Erwachsenen ADHS-Medikamente, was die Relevanz dieser Befunde unterstreicht. Bei Unsicherheiten sollte bei Patienten unter diesen Medikamenten eine Augendruckmessung erfolgen.

Studie 3: Intensiv- vs. Standardtherapie (GITS-Studie)

ParameterBeschreibung
StudiendesignProspektive, randomisierte, kontrollierte Studie an zwei Zentren.
PopulationNeudiagnostizierte Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom (POWG) oder Pseudoexfoliationsglaukom (PEX) im frühen bis moderaten Stadium.
VergleichMonotherapie (n=143 Augen) vs. Multitherapie (3 Wirkstoffe + 360° SLT; n=155 Augen).
Nachbeobachtung5 Jahre.
ZielVergleich der Gesichtsfeldprogression.
QuelleBengtsson B et al., Am J Ophthalmol 2024.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Beide Gruppen erreichten einen ähnlichen Zieldruck von ca. 14 mmHg, jedoch von unterschiedlichen Ausgangsniveaus (Drucksenkung ca. 7 mmHg in der Monotherapie-Gruppe, ca. 12 mmHg in der Multitherapie-Gruppe).
  • Bei Patienten mit einem Ausgangsaugeninnendruck ≥ 24 mmHg zeigte die Multitherapie-Gruppe eine signifikant geringere Gesichtsfeldprogression als die Monotherapie-Gruppe.
  • Bei Patienten mit einem Ausgangsdruck < 24 mmHg gab es keinen signifikanten Unterschied in der Progressionsrate zwischen den beiden Therapieansätzen.

Klinische Relevanz und Einordnung:

  • Bisherige Annahme: Die Leitlinien der European Glaucoma Society empfehlen einen Start mit Monotherapie oder LTP.
  • Neue Erkenntnis: Bei Patienten mit hohem Ausgangsdruck kann ein initial aggressiverer Therapieansatz (mehrere Wirkstoffklassen plus Laser) die Progressionsrate über fünf Jahre deutlich reduzieren. Dies liefert eine wichtige Stratifizierung für die Wahl der Initialtherapie.

II. Lasertherapie

Zwei Studien untersuchen die Optimierung der Lasertherapie und deren Position im Behandlungsalgorithmus.

Studie 4: Postoperative Nachsorge nach Selektiver Lasertrabekuloplastik (SLT)

ParameterBeschreibung
StudiendesignProspektive, randomisierte, kontrollierte, monozentrische Studie.
Population134 neudiagnostizierte POWG-Patienten.
InterventionNach einer 360°-SLT erhielten die Patienten entweder Prednisolon 1%, Prednisolon 0.12% oder Ketorolac 0.5%.
Nachbeobachtung12 Monate.
ZielErfolgsrate nach 12 Monaten (definiert als ≥20% Drucksenkung, keine OP/Re-Laser, keine Medikation).
QuelleMiranda JF et al., J Glaucoma 2025.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Alle drei Gruppen erreichten eine ähnliche finale Drucksenkung auf 13-14 mmHg.
  • Die Erfolgsrate nach 12 Monaten war in der Prednisolon 1%-Gruppe signifikant höher (67,0%) als in der Prednisolon 0.12%-Gruppe (63,9%) und der Ketorolac-Gruppe.

Klinische Relevanz und Einordnung:

  • Bisherige Annahme: Die postoperative Medikation nach SLT wird sehr heterogen gehandhabt; einige Studien empfehlen gar keine Therapie, um einen entzündlichen Reiz zu fördern.
  • Neue Erkenntnis: Für neudiagnostizierte POWG-Patienten scheint eine einwöchige, höher dosierte Steroidgabe nach 360°-SLT den langfristigen Erfolg der Behandlung zu verbessern.

Studie 5: Effektivität der Kammerwinkelchirurgie (MIGS) nach Lasertrabekuloplastik (LTP)

ParameterBeschreibung
StudiendesignRetrospektive Kohortenstudie.
DatenquelleIRIS® Registry (Intelligent Research in Sight).
VergleichReoperationsrate nach Kammerwinkelchirurgie (MIGS, allein oder mit Phakoemulsifikation) bei Patienten mit oder ohne vorangegangene LTP (< 2 Jahre zuvor).
Nachbeobachtung3 Jahre.
ZielUntersuchung des Einflusses einer vorherigen LTP auf den Erfolg von MIGS.
QuelleMitchell W et al., Ophthalmol Glaucoma 2024.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Die Augendrucksenkung nach MIGS war in beiden Gruppen (mit/ohne vorherige LTP) vergleichbar.
  • Jedoch war die Reoperationsrate bei Patienten, die zuvor eine LTP erhalten hatten, signifikant höher. Das Risiko einer Reoperation (z.B. Trabekulektomie oder Drainage-Implantat) war um mehr als 50% erhöht.
  • Unabhängige Risikofaktoren für eine Reoperation waren Sekundärglaukome und ein sehr hoher Ausgangsdruck.

Klinische Relevanz und Einordnung:

  • Bisherige Annahme: Die Stufentherapie sieht oft eine LTP vor einer chirurgischen Intervention wie MIGS vor.
  • Neue Erkenntnis: Eine vorangegangene LTP scheint die Wirksamkeit nachfolgender Kammerwinkel-MIGS zu verringern. Dies legt nahe, die Therapiestrategie zu überdenken und eventuell früher eine MIGS-Prozedur in Betracht zu ziehen, anstatt den Schritt über die LTP zu gehen.

III. Chirurgische Therapie

Zwei Studien liefern neue Daten zum Vergleich von Filtrationsverfahren und zur Anwendung bei speziellen Glaukomformen.

Studie 6: Vergleich von Filtrationsverfahren: Preserflo® vs. XEN® vs. Trabekulektomie (TET)

ParameterBeschreibung
StudiendesignMultizentrische (6 Zentren), nicht-randomisierte, retrospektive Studie.
PopulationPatienten, die eine primäre Filtrationschirurgie erhielten.
VergleichPreserflo® MicroShunt (n=235), XEN® Gel Stent (n=201) und Trabekulektomie (n=141). Operateure waren mit allen drei Techniken erfahren.
Nachbeobachtung12 Monate.
ZielErfolgsrate nach verschiedenen Zieldruckkriterien und Komplikationsraten.
QuelleArmstrong JJ et al., Am J Ophthalmol 2025.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Medianer Augendruck nach 12 Monaten: Preserflo® 12 mmHg, TET 13 mmHg, XEN® 14 mmHg.
  • Für das strengste Erfolgskriterium (Zieldruck 6-14 mmHg, ≥20% Drucksenkung, keine Medikation, keine Revision) zeigte der Preserflo® MicroShunt mit 65,3% die signifikant höchste Erfolgsrate.
  • Die Trabekulektomie (52,1%) war dem XEN®-Implantat (40,1%) ebenfalls signifikant überlegen.
  • Der Preserflo® zeigte auch ein günstigeres Komplikationsprofil.

Klinische Relevanz und Einordnung:

  • Bisherige Annahme: Die Studienlage zum Vergleich dieser drei Verfahren ist heterogen. Eine frühere, kleinere Studie aus Mainz hatte die Trabekulektomie als überlegen eingestuft.
  • Neue Erkenntnis: Diese größere retrospektive Studie deutet auf eine Überlegenheit des Preserflo® MicroShunt hin. Obwohl eine hochwertige, prospektive, Sponsor-unabhängige Studie weiterhin wünschenswert ist, liefert diese Arbeit wichtige evidenzbasierte Anhaltspunkte für die klinische Praxis.

Studie 7: Preserflo® MicroShunt bei Normaldruckglaukom (NDG)

ParameterBeschreibung
StudiendesignMonozentrische, prospektive Studie.
Population42 Augen mit primärem Offenwinkelglaukom, darunter 29 Hochdruckglaukome (HPG) und 13 Normaldruckglaukome (NDG).
InterventionImplantation eines Preserflo® MicroShunt.
Nachbeobachtung12 Monate.
ZielUntersuchung der Wirksamkeit (Zieldruck 6-14/6-18 mmHg, bei NDG zusätzlich ≥30% Drucksenkung) und der Tag-Nacht-Druckkurve.
QuellePillunat KR et al., J Glaucoma 2025.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Bei NDG-Patienten wurde eine exzellente Drucksenkung von durchschnittlich 12,8 mmHg auf 9,5 mmHg nach einem Jahr erreicht. 92% der Patienten benötigten keine Medikation.
  • Die Tag-Nacht-Druckkurve zeigte bei NDG-Patienten postoperativ eine deutliche Reduktion der Druckspitzen und eine Nivellierung der Fluktuationen, vergleichbar mit dem Effekt bei HPG-Patienten.
  • Die Komplikationsraten (z.B. Hypotonie, Vorderkammerrevision) unterschieden sich nicht signifikant zwischen den Gruppen, was aber auf die geringe Fallzahl zurückzuführen sein könnte.

Klinische Relevanz und Einordnung:

  • Bisherige Annahme: Die Wirksamkeit des Preserflo® bei HPG zur Reduktion von Druckspitzen und Fluktuationen war bekannt. Für NDG war die Trabekulektomie oft die Filtrationschirurgie der Wahl.
  • Neue Erkenntnis: Diese Studie liefert erstmals Daten, die zeigen, dass der Preserflo® MicroShunt auch bei Normaldruckglaukom-Patienten sehr effektiv ist und die gleichen positiven Effekte auf das 24-Stunden-Druckprofil hat wie bei Hochdruckpatienten, was eine wichtige Therapiealternative darstellt.

Prüfungsorientierter Überblick

Dieses Briefing-Dokument fasst die Kernaussagen aus sieben ausgewählten wissenschaftlichen Studien zur Glaukomtherapie zusammen, die zwischen Juni 2024 und Juni 2025 veröffentlicht wurden. Die Analyse, basierend auf einer Präsentation von Dr. Thomas Klink, gliedert sich in die drei Haupttherapiebereiche: medikamentöse Behandlung, Lasertherapie und Chirurgie. Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

Uveitis-Inzidenz durch Medikation: Entgegen der gängigen Annahme weisen Prostaglandin-Analoga ein fünf- bis sechsfach geringeres Risiko auf, eine Uveitis auszulösen, als Betablocker, Alpha-Agonisten und Carboanhydrasehemmer. Glaukomrisiko bei ADHS-Medikation: Eine Neubewertung zeigt, dass Atomoxetin und Amphetamine das Risiko für einen Winkelverschluss erhöhen, während Methylphenidat mit einem erhöhten Risiko für ein primäres Offenwinkelglaukom assoziiert ist. Intensität der Initialtherapie: Bei Patienten mit einem hohen Ausgangsaugeninnendruck (≥ 24 mmHg) führt eine initiale, intensive Multitherapie (drei Wirkstoffe plus SLT) zu einer signifikant geringeren Progressionsrate im Gesichtsfeld über fünf Jahre im Vergleich zur Monotherapie. Nachsorge nach SLT: Eine einwöchige Nachbehandlung mit hochdosiertem Prednisolon (1%) nach einer 360°-SLT bei primärem Offenwinkelglaukom führt zu einer signifikant höheren Erfolgsrate nach 12 Monaten. Reihenfolge der Therapieeskalation: Eine vorangegangene Lasertrabekuloplastik (LTP) erhöht das Risiko für eine nachfolgende Reoperation nach einer Kammerwinkelchirurgie (MIGS) um mehr als 50 %, was die klassische Stufentherapie in Frage stellt. Vergleich der Filtrationschirurgie: In einer großen retrospektiven Studie zeigte der Preserflo® MicroShunt eine höhere Erfolgsrate und ein günstigeres Komplikationsprofil im Vergleich zur Trabekulektomie und zum XEN®-Gel-Stent. Chirurgie bei Normaldruckglaukom: Der Preserflo® MicroShunt erweist sich auch bei Patienten mit Normaldruckglaukom als wirksam, indem er den Augeninnendruck signifikant senkt und die Tag-Nacht-Druckschwankungen nivelliert, ähnlich wie bei Hochdruckglaukomen.

Die vorliegende Analyse basiert auf einer Auswertung von Dr. Thomas Klink (Augenklinik Herzog Carl Theodor, München), der für das "State of the Art Update 2025" der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sieben relevante Studien zur Glaukomtherapie vorstellte. Die Auswahl erfolgte aus einem Pool von rund 2.000 Publikationen, die zwischen Juni 2024 und Juni 2025 erschienen sind, und konzentriert sich auf die drei therapeutischen Säulen: Medikation, Laser und Chirurgie.

Drei Studien beleuchten neue Aspekte der medikamentösen Glaukombehandlung, von Nebenwirkungen bis hin zu Therapie-Strategien.

Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Retrospektive Analyse von 64.517 Datensätzen. Population Neudiagnostizierte Glaukompatienten bei Ersttherapie. Datenquelle SOURCE (Sight Outcomes Research Collaborative) Ophthalmology Data Repository. Vergleich Inzidenz von Uveitis nach Therapiebeginn mit Prostaglandinen (62%), Betablockern (17%), Alpha-Agonisten (18%) oder Carboanhydrasehemmern (4%). Ziel Feststellung der Uveitis-Entstehung nach 3 und 6 Monaten. Quelle Chauhan MZ et al., Ophthalmol Glaucoma 2025.

Wesentliche Ergebnisse: Entgegen der klinischen Erwartung haben Prostaglandine das niedrigste Risiko, eine Uveitis auszulösen. Alpha-Agonisten, Betablocker und Carboanhydrasehemmer zeigten ein fünf- bis sechsfach erhöhtes Risiko für eine Uveitis-Entstehung im Vergleich zu Prostaglandinen. Der zeitliche Verlauf bis zum Auftreten der Uveitis war kurz: ca. 40 Tage bei den Nicht-Prostaglandin-Gruppen und geringfügig länger (47 Tage) bei den Prostaglandinen. Die Uveitis manifestierte sich in 80% der Fälle als anterior, 15% als posterior und 5% als intermediär.

Klinische Relevanz und Einordnung: Bisherige Annahme: Die Studienlage war heterogen, oft geprägt von monozentrischen Studien mit geringen Fallzahlen, die eine Assoziation zwischen Prostaglandinen und Uveitis nahelegten. Neue Erkenntnis: Diese große Registerstudie stellt die bisherige Annahme in Frage und zeigt, dass andere gängige Glaukommedikamente ein deutlich höheres Entzündungsrisiko bergen. Bei einer medikamenteninduzierten Uveitis sollten im Zweifelsfall alle Medikamente abgesetzt und nach Überbrückung gezielt wieder angesetzt werden, um den Auslöser zu identifizieren.

Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Retrospektive, fallkontrollierte Kohortenstudie. Population ADHS-Patienten unter Atomoxetin, Methylphenidat und Amphetamin. Datenquelle 240.000 Datensätze aus der PharMetrics Plus Database (IQVIA, USA). Analyse Pro Glaukompatient wurden vier gematchte Kontrollpersonen verglichen. Nachbeobachtung bis zu einem Jahr. Ziel Untersuchung des Risikos für Winkelverschluss- oder Offenwinkelglaukom. Quelle Darwich R et al., Eye 2024.

Wesentliche Ergebnisse: Atomoxetin und Amphetamine sind mit einem signifikant erhöhten Risiko für einen Winkelverschluss assoziiert. Methylphenidat ist hingegen mit einem leicht erhöhten Risiko für ein primäres Offenwinkelglaukom verbunden. Diese Studie korrigiert die bisherige Annahme, dass Methylphenidat hauptsächlich ein Risiko für einen Winkelblock darstellt.

Klinische Relevanz und Einordnung: Bisherige Annahme: Methylphenidat galt als kontraindiziert bei Gefahr eines Winkelblocks. Neue Erkenntnis: Die Risiken sind substanzspezifisch und unterscheiden sich für Winkelblock und Offenwinkelglaukom. In den USA erhalten 10 % der Kinder und 4 % der Erwachsenen ADHS-Medikamente, was die Relevanz dieser Befunde unterstreicht. Bei Unsicherheiten sollte bei Patienten unter diesen Medikamenten eine Augendruckmessung erfolgen.

Diagnostik

  • Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Retrospektive Analyse von 64.517 Datensätzen. Population Neudiagnostizierte Glaukompatienten bei Ersttherapie. Datenquelle SOURCE (Sight Outcomes Research Collaborative) Ophthalmology Data Repository. Vergleich Inzidenz von Uveitis nach Therapiebeginn mit Prostaglandinen (62%), Betablockern (17%), Alpha-Agonisten (18%) oder Carboanhydrasehemmern (4%). Ziel Feststellung der Uveitis-Entstehung nach 3 und 6 Monaten. Quelle Chauhan MZ et al., Ophthalmol Glaucoma 2025.
  • Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Retrospektive, fallkontrollierte Kohortenstudie. Population ADHS-Patienten unter Atomoxetin, Methylphenidat und Amphetamin. Datenquelle 240.000 Datensätze aus der PharMetrics Plus Database (IQVIA, USA). Analyse Pro Glaukompatient wurden vier gematchte Kontrollpersonen verglichen. Nachbeobachtung bis zu einem Jahr. Ziel Untersuchung des Risikos für Winkelverschluss- oder Offenwinkelglaukom. Quelle Darwich R et al., Eye 2024.
  • Klinische Relevanz und Einordnung: Bisherige Annahme: Methylphenidat galt als kontraindiziert bei Gefahr eines Winkelblocks. Neue Erkenntnis: Die Risiken sind substanzspezifisch und unterscheiden sich für Winkelblock und Offenwinkelglaukom. In den USA erhalten 10 % der Kinder und 4 % der Erwachsenen ADHS-Medikamente, was die Relevanz dieser Befunde unterstreicht. Bei Unsicherheiten sollte bei Patienten unter diesen Medikamenten eine Augendruckmessung erfolgen.
  • Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie an zwei Zentren. Population Neudiagnostizierte Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom (POWG) oder Pseudoexfoliationsglaukom (PEX) im frühen bis moderaten Stadium. Vergleich Monotherapie (n=143 Augen) vs. Multitherapie (3 Wirkstoffe + 360° SLT; n=155 Augen). Nachbeobachtung 5 Jahre. Ziel Vergleich der Gesichtsfeldprogression. Quelle Bengtsson B et al., Am J Ophthalmol 2024.
  • Zwei Studien untersuchen die Optimierung der Lasertherapie und deren Position im Behandlungsalgorithmus.
  • Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Prospektive, randomisierte, kontrollierte, monozentrische Studie. Population 134 neudiagnostizierte POWG-Patienten. Intervention Nach einer 360°-SLT erhielten die Patienten entweder Prednisolon 1%, Prednisolon 0.12% oder Ketorolac 0.5%. Nachbeobachtung 12 Monate. Ziel Erfolgsrate nach 12 Monaten (definiert als ≥20% Drucksenkung, keine OP/Re-Laser, keine Medikation). Quelle Miranda JF et al., J Glaucoma 2025.
  • Klinische Relevanz und Einordnung: Bisherige Annahme: Die postoperative Medikation nach SLT wird sehr heterogen gehandhabt; einige Studien empfehlen gar keine Therapie, um einen entzündlichen Reiz zu fördern. Neue Erkenntnis: Für neudiagnostizierte POWG-Patienten scheint eine einwöchige, höher dosierte Steroidgabe nach 360°-SLT den langfristigen Erfolg der Behandlung zu verbessern.
  • Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Retrospektive Kohortenstudie. Datenquelle IRIS® Registry (Intelligent Research in Sight). Vergleich Reoperationsrate nach Kammerwinkelchirurgie (MIGS, allein oder mit Phakoemulsifikation) bei Patienten mit oder ohne vorangegangene LTP (< 2 Jahre zuvor). Nachbeobachtung 3 Jahre. Ziel Untersuchung des Einflusses einer vorherigen LTP auf den Erfolg von MIGS. Quelle Mitchell W et al., Ophthalmol Glaucoma 2024.

Differenzialdiagnosen

  • Differenzialdiagnosen im klinischen Kontext und gegen aktuelle Leitlinien abgleichen.

Therapieprinzipien

  • Dieses Briefing-Dokument fasst die Kernaussagen aus sieben ausgewählten wissenschaftlichen Studien zur Glaukomtherapie zusammen, die zwischen Juni 2024 und Juni 2025 veröffentlicht wurden. Die Analyse, basierend auf einer Präsentation von Dr. Thomas Klink, gliedert sich in die drei Haupttherapiebereiche: medikamentöse Behandlung, Lasertherapie und Chirurgie. Die wichtigsten Erkenntnisse sind:
  • Uveitis-Inzidenz durch Medikation: Entgegen der gängigen Annahme weisen Prostaglandin-Analoga ein fünf- bis sechsfach geringeres Risiko auf, eine Uveitis auszulösen, als Betablocker, Alpha-Agonisten und Carboanhydrasehemmer. Glaukomrisiko bei ADHS-Medikation: Eine Neubewertung zeigt, dass Atomoxetin und Amphetamine das Risiko für einen Winkelverschluss erhöhen, während Methylphenidat mit einem erhöhten Risiko für ein primäres Offenwinkelglaukom assoziiert ist. Intensität der Initialtherapie: Bei Patienten mit einem hohen Ausgangsaugeninnendruck (≥ 24 mmHg) führt eine initiale, intensive Multitherapie (drei Wirkstoffe plus SLT) zu einer signifikant geringeren Progressionsrate im Gesichtsfeld über fünf Jahre im Vergleich zur Monotherapie. Nachsorge nach SLT: Eine einwöchige Nachbehandlung mit hochdosiertem Prednisolon (1%) nach einer 360°-SLT bei primärem Offenwinkelglaukom führt zu einer signifikant höheren Erfolgsrate nach 12 Monaten. Reihenfolge der Therapieeskalation: Eine vorangegangene Lasertrabekuloplastik (LTP) erhöht das Risiko für eine nachfolgende Reoperation nach einer Kammerwinkelchirurgie (MIGS) um mehr als 50 %, was die klassische Stufentherapie in Frage stellt. Vergleich der Filtrationschirurgie: In einer großen retrospektiven Studie zeigte der Preserflo® MicroShunt eine höhere Erfolgsrate und ein günstigeres Komplikationsprofil im Vergleich zur Trabekulektomie und zum XEN®-Gel-Stent. Chirurgie bei Normaldruckglaukom: Der Preserflo® MicroShunt erweist sich auch bei Patienten mit Normaldruckglaukom als wirksam, indem er den Augeninnendruck signifikant senkt und die Tag-Nacht-Druckschwankungen nivelliert, ähnlich wie bei Hochdruckglaukomen.
  • Die vorliegende Analyse basiert auf einer Auswertung von Dr. Thomas Klink (Augenklinik Herzog Carl Theodor, München), der für das "State of the Art Update 2025" der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sieben relevante Studien zur Glaukomtherapie vorstellte. Die Auswahl erfolgte aus einem Pool von rund 2.000 Publikationen, die zwischen Juni 2024 und Juni 2025 erschienen sind, und konzentriert sich auf die drei therapeutischen Säulen: Medikation, Laser und Chirurgie.
  • Drei Studien beleuchten neue Aspekte der medikamentösen Glaukombehandlung, von Nebenwirkungen bis hin zu Therapie-Strategien.
  • Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Retrospektive Analyse von 64.517 Datensätzen. Population Neudiagnostizierte Glaukompatienten bei Ersttherapie. Datenquelle SOURCE (Sight Outcomes Research Collaborative) Ophthalmology Data Repository. Vergleich Inzidenz von Uveitis nach Therapiebeginn mit Prostaglandinen (62%), Betablockern (17%), Alpha-Agonisten (18%) oder Carboanhydrasehemmern (4%). Ziel Feststellung der Uveitis-Entstehung nach 3 und 6 Monaten. Quelle Chauhan MZ et al., Ophthalmol Glaucoma 2025.
  • Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie an zwei Zentren. Population Neudiagnostizierte Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom (POWG) oder Pseudoexfoliationsglaukom (PEX) im frühen bis moderaten Stadium. Vergleich Monotherapie (n=143 Augen) vs. Multitherapie (3 Wirkstoffe + 360° SLT; n=155 Augen). Nachbeobachtung 5 Jahre. Ziel Vergleich der Gesichtsfeldprogression. Quelle Bengtsson B et al., Am J Ophthalmol 2024.
  • Wesentliche Ergebnisse: Beide Gruppen erreichten einen ähnlichen Zieldruck von ca. 14 mmHg, jedoch von unterschiedlichen Ausgangsniveaus (Drucksenkung ca. 7 mmHg in der Monotherapie-Gruppe, ca. 12 mmHg in der Multitherapie-Gruppe). Bei Patienten mit einem Ausgangsaugeninnendruck ≥ 24 mmHg zeigte die Multitherapie-Gruppe eine signifikant geringere Gesichtsfeldprogression als die Monotherapie-Gruppe. Bei Patienten mit einem Ausgangsdruck < 24 mmHg gab es keinen signifikanten Unterschied in der Progressionsrate zwischen den beiden Therapieansätzen.
  • Klinische Relevanz und Einordnung: Bisherige Annahme: Die Leitlinien der European Glaucoma Society empfehlen einen Start mit Monotherapie oder LTP. Neue Erkenntnis: Bei Patienten mit hohem Ausgangsdruck kann ein initial aggressiverer Therapieansatz (mehrere Wirkstoffklassen plus Laser) die Progressionsrate über fünf Jahre deutlich reduzieren. Dies liefert eine wichtige Stratifizierung für die Wahl der Initialtherapie.

Red Flags

  • Uveitis-Inzidenz durch Medikation: Entgegen der gängigen Annahme weisen Prostaglandin-Analoga ein fünf- bis sechsfach geringeres Risiko auf, eine Uveitis auszulösen, als Betablocker, Alpha-Agonisten und Carboanhydrasehemmer. Glaukomrisiko bei ADHS-Medikation: Eine Neubewertung zeigt, dass Atomoxetin und Amphetamine das Risiko für einen Winkelverschluss erhöhen, während Methylphenidat mit einem erhöhten Risiko für ein primäres Offenwinkelglaukom assoziiert ist. Intensität der Initialtherapie: Bei Patienten mit einem hohen Ausgangsaugeninnendruck (≥ 24 mmHg) führt eine initiale, intensive Multitherapie (drei Wirkstoffe plus SLT) zu einer signifikant geringeren Progressionsrate im Gesichtsfeld über fünf Jahre im Vergleich zur Monotherapie. Nachsorge nach SLT: Eine einwöchige Nachbehandlung mit hochdosiertem Prednisolon (1%) nach einer 360°-SLT bei primärem Offenwinkelglaukom führt zu einer signifikant höheren Erfolgsrate nach 12 Monaten. Reihenfolge der Therapieeskalation: Eine vorangegangene Lasertrabekuloplastik (LTP) erhöht das Risiko für eine nachfolgende Reoperation nach einer Kammerwinkelchirurgie (MIGS) um mehr als 50 %, was die klassische Stufentherapie in Frage stellt. Vergleich der Filtrationschirurgie: In einer großen retrospektiven Studie zeigte der Preserflo® MicroShunt eine höhere Erfolgsrate und ein günstigeres Komplikationsprofil im Vergleich zur Trabekulektomie und zum XEN®-Gel-Stent. Chirurgie bei Normaldruckglaukom: Der Preserflo® MicroShunt erweist sich auch bei Patienten mit Normaldruckglaukom als wirksam, indem er den Augeninnendruck signifikant senkt und die Tag-Nacht-Druckschwankungen nivelliert, ähnlich wie bei Hochdruckglaukomen.
  • Parameter Beschreibung :--- :--- Studiendesign Multizentrische (6 Zentren), nicht-randomisierte, retrospektive Studie. Population Patienten, die eine primäre Filtrationschirurgie erhielten. Vergleich Preserflo® MicroShunt (n=235), XEN® Gel Stent (n=201) und Trabekulektomie (n=141). Operateure waren mit allen drei Techniken erfahren. Nachbeobachtung 12 Monate. Ziel Erfolgsrate nach verschiedenen Zieldruckkriterien und Komplikationsraten. Quelle Armstrong JJ et al., Am J Ophthalmol 2025.
  • Wesentliche Ergebnisse: Medianer Augendruck nach 12 Monaten: Preserflo® 12 mmHg, TET 13 mmHg, XEN® 14 mmHg. Für das strengste Erfolgskriterium (Zieldruck 6-14 mmHg, ≥20% Drucksenkung, keine Medikation, keine Revision) zeigte der Preserflo® MicroShunt mit 65,3% die signifikant höchste Erfolgsrate . Die Trabekulektomie (52,1%) war dem XEN®-Implantat (40,1%) ebenfalls signifikant überlegen. Der Preserflo® zeigte auch ein günstigeres Komplikationsprofil.
  • Wesentliche Ergebnisse: Bei NDG-Patienten wurde eine exzellente Drucksenkung von durchschnittlich 12,8 mmHg auf 9,5 mmHg nach einem Jahr erreicht. 92% der Patienten benötigten keine Medikation. Die Tag-Nacht-Druckkurve zeigte bei NDG-Patienten postoperativ eine deutliche Reduktion der Druckspitzen und eine Nivellierung der Fluktuationen , vergleichbar mit dem Effekt bei HPG-Patienten. Die Komplikationsraten (z.B. Hypotonie, Vorderkammerrevision) unterschieden sich nicht signifikant zwischen den Gruppen, was aber auf die geringe Fallzahl zurückzuführen sein könnte.

Prüfungsfragen

1. Was sind die wichtigsten Lernpunkte der Vorlesung „Glaukomtherapie 2025: Eine Synthese aktueller Schlüsselstudien“?

Die Antwort ergibt sich aus den strukturierten Abschnitten und muss am individuellen klinischen Befund überprüft werden.

2. Welche Befunde erfordern eine dringliche Abklärung?

Rasche Sehverschlechterung, starke Schmerzen, ausgeprägte Entzündung, Druckanstieg oder Verdacht auf eine infektiöse oder neurologische Ursache.

Originalquellen

  1. 003_مستجدات علاج الجلوكوما 2025_ رؤى من دراسات حديثة
    🔬 ترجمة الأبحاث الأساسية إلى ممارسة سريرية في الجلوكوما

    Original-URL im Quellenexport nicht nachweisbar.