Ohren- & Schilddrusenuntersuchung
Klinische Untersuchung von Gehor und Schilddruse – Umfassende Zusammenfassung
Die Ohrenuntersuchung umfasst die systematische klinische Untersuchung des Gehors und der neurologischen Koordination. Sie gliedert sich in Inspektion, Horatestung (Flustertest, Stimmgabelprufungen nach Weber und Rinne) sowie die Koordinationsprufung (Romberg-Test). Ziel ist die Differenzierung zwischen Schallleitungs- und Schallempfindungsstorungen.
1. Ohrenuntersuchung – Ubersicht & Zielsetzung
▼Ziel der Untersuchung
Die Ohrenuntersuchung dient der klinischen Beurteilung des Gehors und der neurologischen Koordination. Mittels Stimmgabelprufungen (Weber und Rinne) kann der Arzt zwischen zwei Formen der Schwerhorigkeit unterscheiden:
Benotigte Instrumente
- Stimmgabel (typischerweise 512 Hz) – fur Weber- und Rinne-Test
- Otiskop (optional) – zur Beurteilung des Gehorgangs und Trommelfells
- Uhr oder Taschentuch – fur den Flusterstimmentest
2. Inspektion der Ohren
▼Durchfuhrung
- Der Patient sitzt aufrecht; der Untersucher steht vor ihm.
- Beide Ohren werden visuell inspiziert – von vorne und von hinten.
- Besonderes Augenmerk auf:
- Verletzungen (Frakturen, Prellungen, Hamatome)
- Formanomalien (z. B. Aurikularanhangsel, Mikroodie)
- Entzundungszeichen (Rotung, Schwellung, Sekret)
- Ohrmuschelveranderungen (z. B. Topfpflanzenerohr bei Rippenfraktur)
- Mund-Nasen-Maske abnehmen (falls getragen), um Verletzungen hinter dem Ohr zu erkennen
3. Horatest (Orientierend)
▼Flusterstimmentest
Ein einfacher orientierender Horatest zur groben Einschatzung der Horfahigkeit:
- Der Patient verschliesst ein Ohr mit dem Finger.
- Der Untersucher stellt sich ca. 50–60 cm vom Patienten entfernt auf die Seite des nicht verschlossenen Ohres.
- Der Untersucher flustert eine kurze Zahlen- oder Wortfolge (z. B. „22", „Schuh", „Koder").
- Der Patient wiederholt das Gehorre.
- Der Test wird auf der anderen Seite wiederholt.
Weitere orientierende Tests
- Tic-Tac-Test: Geräuschtest mit den Fingern
- Stimmgabel: Qualitativer Horatest (Weber & Rinne)
4. Weber-Test (Stimmgabel auf Scheitel)
▼Prinzip
Der Weber-Test ist ein bilateraler Vergleichstest: Die schwingende Stimmgabel wird auf den Mittelpunkt des Kopfes (Scheitel) gesetzt. Der Patient wird gefragt, in welchem Ohr er den Ton lauter wahrnimmt.
Durchfuhrung
- Stimmgabel anschlagen (mit Handballen oder an den eigenen Kniescheiben – nicht auf eine harte Oberflache, da dies Obertone erzeugt).
- Stimmgabel auf den Mittelpunkt des Kopfes (Scheitel) aufsetzen.
- Patienten fragen: „In welchem Ohr horten Sie den Ton lauter?"
Befundinterpretation
| Befund | Interpretation | Ursache |
|---|---|---|
| Keine Lateralisation Normalbefund | Beidseitig gleiche Horleistung | Normalhorend oder beidseitig symmetrische Storung |
| Lateralisation nach rechts Rechts-Seitenbetonung | Rechtes Ohr hort besser (Knochenleitung) | Bei rechtsseitiger Schallleitungsstorung ODER linksseitiger Schallempfindungsstorung |
| Lateralisation nach links Links-Seitenbetonung | Linkes Ohr hort besser (Knochenleitung) | Bei linksseitiger Schallleitungsstorung ODER rechtsseitiger Schallempfindungsstorung |
5. Rinne-Test (Knochenleitung vs. Luftleitung)
▼Prinzip
Der Rinne-Test vergleicht die Knochenleitung (KL) mit der Luftleitung (LL) am selben Ohr. Er wird nach dem Weber-Test durchgefuhrt und differenziert die Art der Schwerhorigkeit.
Durchfuhrung (einzelnes Ohr)
- Stimmgabel anschlagen.
- Stimmgabel mit dem Fuss (Handle) auf den Processus mastoideus (Warzenfortsatz) des zu testenden Ohres setzen.
- Patienten fragen: „Horen Sie den Ton?"
- Sobald der Ton nicht mehr gehort wird, Stimmgabel sofort vor den Gehorgang (ca. 1–2 cm Abstand) halten.
- Patienten fragen: „Horen Sie den Ton jetzt wieder?"
Befundinterpretation
| Rinne-Befund | Definition | Interpretation |
|---|---|---|
| Rinne positiv (LL > KL) Normalbefund / SE-Storung | Luftleitung wird besser gehort als Knochenleitung | Normalhorend oder Schallempfindungsstorung (Innenohr/Hornerv) |
| Rinne negativ (KL > LL) Pathologisch | Knochenleitung wird besser gehort als Luftleitung | Schallleitungsstorung (ausseres Ohr / Mittelohr) |
Kombinierte Interpretation: Weber + Rinne
| Weber | Rinne rechts | Rinne links | Diagnose |
|---|---|---|---|
| Lateralisation rechts | Negativ | Positiv | Rechtsseitige Schallleitungsstorung |
| Lateralisation links | Positiv | Negativ | Linksseitige Schallleitungsstorung |
| Lateralisation rechts | Positiv | Negativ | Linksseitige Schallempfindungsstorung |
| Lateralisation links | Negativ | Positiv | Rechtsseitige Schallempfindungsstorung |
| Keine Lateralisation | Positiv | Positiv | Beidseitig normal oder beidseitig SE-Storung |
| Keine Lateralisation | Negativ | Negativ | Beidseitige Schallleitungsstorung |
6. Neurologische Koordination & Gleichgewicht
▼Stand- und Gangprufung
Der Gang des Patienten wird beobachtet:
- Normaler Geradeausgang
- Blindgang (Augen geschlossen) – Zehengang und Hackengang
- Fuhren-Probe (Fuhren durch den Raum bei geschlossenen Augen)
Romberg-Test
Der Romberg-Test pruft die propriozeptive Ruckmeldung und die Kleinhirnfunktion:
- Patient steht mit geschlossenen Fussen aufrecht (Fusssohlen voll aufliegend).
- Patient wird aufgefordert, die Augen zu schliessen.
- Untersucher beobachtet: Schwankung oder Fallneigung?
Klinische Relevanz
Die Koordinationsprufung ist Teil der Hirnnervenuntersuchung, insbesondere des N. vestibulocochlearis (Hornerv, N. VIII). Storungen konnen hinweisen auf:
- Akustikusneurinom (Vestibularisschwannom)
- Morbus Meniere
- Vestibulare Neuritis
- Polyneuropathie (diabetisch, alkoholbedingt)
Die Schilddrusenuntersuchung umfasst die Inspektion, Palpation und Auskultation der Glandula thyroidea. Sie erlaubt die Beurteilung von Grosse, Konsistenz, Beweglichkeit und vaskularer Versorgung des Organs. Anatomische Leitstrukturen wie das Ligamentum suspensorium (Berry-Ligament) und die Blutversorgung durch die A. thyroidea superior und A. thyroidea inferior sind prufungsrelevant.
7. Schilddrusenuntersuchung – Ubersicht & Grundlagen
▼Die Schilddruse (Glandula thyroidea)
Die Schilddruse ist eine endokrine Druse, die sich vor der Trachea (Luftröhre), unterhalb des Schildknorpels (Cartilago thyroidea), befindet. Sie besteht aus zwei Lappen (Lobus dexter und Lobus sinister), die durch eine Verbindungsbrucke (Isthmus) verbunden sind.
Funktion der Schilddruse
- Synthese und Speicherung der Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin)
- Regulation des Grundumsatzes
- Einfluss auf Herz-Kreislauf, Wachstum und neuronale Entwicklung
- Calcitonin-Produktion (C-Zellen) – Regulation des Kalziumhaushalts
Typische Krankheitsbilder
- Struma diffusa (Morbus Basedow)
- Struma nodosa (Schilddrüsenknoten)
- Thyreoiditis
- Hashimoto-Thyreoiditis
- Postoperative Hypothyreose
- Jodmangel
8. Inspektion der Schilddruse
▼Durchfuhrung der Inspektion (von vorne)
- Der Untersucher steht vor dem Patienten.
- Der Patient sitzt oder steht aufrecht.
- Der Patient wird gebeten, den Kopf leicht nach hinten zu neigen (leichte Reklination).
- Der Untersucher betrachtet den Halsbereich und schluckt mit dem Patienten.
- Wahrend des Schluckakts wird die Schilddruse durch das Ligamentum suspensorium nach kranial verlagert.
Was wird inspiziert?
- Schwellung (Struma) – sichtbare Vergrosserung der Schilddruse
- Narben – nach Voroperationen (Schilddrüsenresektion)
- Symmetrie – einseitige Vergrosserung (Struma nodosa) oder beidseitige Vergrosserung (Struma diffusa)
- Venenverweiterung – mediastinale Raumforderung, die auf retrosternale Struma hinweist
- Hautveranderungen – Rotung, Entzundung, Strumennarben
Inspektionsbefunde im Detail
| Befund | Mogliche Diagnose |
|---|---|
| Symmetrische, diffuse Schwellung | Struma diffusa (z. B. Morbus Basedow) |
| Unsymmetrische, knotige Schwellung | Struma nodosa (Schilddrüsenknoten) |
| Schwellung + Exophthalmus | Morbus Basedow (Hyperthyreose) |
| Narbe am Hals + fehlende Beweglichkeit | Zustand nach Strumektomie |
| Schwellung, die nicht beim Schlucken aufsteigt | Retrosternale Struma (Thorax inlet) |
9. Palpation der Schilddruse
▼Palpation von hinten (klassische Methode)
Der Untersucher steht hinter dem Patienten:
- Der Patient sitzt aufrecht; der Kopf ist leicht nach vorne gebeugt.
- Der Untersucher steht hinter dem Patienten und legt beide Hande mit Daumen auf den Nacken des Patienten.
- Die ubrigen Finger liegen beidseits am Hals, unterhalb des Schildknorpels.
- Der Patient wird aufgefordert zu schlucken (Wasser anbieten, falls notig).
- Die Schilddruse wird palpatorisch auf Grosse, Konsistenz, Verschieblichkeit und Schmerzhaftigkeit beurteilt.
Beurteilungskriterien
- Konsistenz:
- Weich/elastisch → normale Schilddruse oder Struma diffusa simplex
- Derb/fest → chronische Hashimoto-Thyreoiditis, Struma calva
- Steinhart → Karzinomverdacht
- Fluktuierend → Zyste oder nodose Struma
- Schmerzhaftigkeit: Schmerzhafte Schilddruse → akute Thyreoiditis de Quervain, Eiterung
- Fixation: Fixierte, nicht verschiebliche Schilddruse → Malignitatsverdacht (Karzinom)
- Knoten: Einzelne oder multiple Knoten → Schilddrüsenknoten, Autonomes Adenom
Warum bewegt sich die Schilddruse beim Schlucken?
Die Schilddruse ist uber das Ligamentum suspensorium glandulae thyroideae (Berry-Ligament) an der Trachea (Luftröhre) befestigt. Dieses Ligament verbindet die Schilddruse mit dem Knorpel der Luftröhre und sorgt dafur, dass die Druse beim Schlucken zusammen mit der Trachea nach oben gleitet.
Schilddrüsenkonsistenz im Überblick
| Konsistenz | Befund | Typische Diagnose |
|---|---|---|
| Weich-elastisch | Normale Struma diffusa | Jodmangelstruma, Basedow |
| Derb-fest | Chronische Entzundung | Hashimoto-Thyreoiditis |
| Steinhart | Karzinomverdacht! | Schilddrüsenkarzinom |
| Fluktuierend | Zystische Veranderung | Schilddrusenzyste |
| Schmerzhaft | Akute Entzundung | Thyreoiditis de Quervain |
10. Auskultation der Schilddruse
▼Durchfuhrung
Nach der Palpation wird die Schilddruse abgehort (Auskultation mit dem Stethoskop):
- Stethoskop uber der Schilddruse aufsetzen
- Auf Gefassgeriusche achten
- Patienten bitten, den Atem kurz anzuhalten (um Atemgeriusche auszuschliessen)
Befundinterpretation
Zusammenfassung: Hyperthyreose-Zeichen bei der Untersuchung
- Vergrosserte, weiche Schilddruse (Struma diffusa)
- Gefassgeriusch bei der Auskultation
- Exophthalmus (bei Morbus Basedow)
- Tachykardie, Tremor, Warmeintoleranz
- Gewichtsverlust bei gesteigertem Appetit
11. Anatomie, Blutversorgung & Ligamentum suspensorium
▼Topographische Anatomie
- Lage: Ventral der Trachea, kaudal des Schildknorpels (Cartilago thyroidea)
- Bestandteile: Zwei Lappen (Lobus dexter + Lobus sinister) + Isthmus
- Grosse: Normalerweise ca. 20–25 g schwer, 4–6 cm breit, 2–3 cm hoch
- Form: Schmetterlingsformig
Blutversorgung
| Arterie | Verlauf / Versorgungsgebiet |
|---|---|
| A. thyroidea superior (Ast der A. carotis externa) | Versorgt den oberen Pol der Schilddruse. Wichtig: Verlauf in Nahe des N. laryngeus superior (Spezieller Ast des N. vagus, X. Hirnnerv) |
| A. thyroidea inferior (Ast des Truncus thyrocervicalis, A. subclavia) | Versorgt den unteren Pol der Schilddruse. Wichtig: Verlauf in Nahe des N. laryngeus recurrens (Unterer Kehlkopfnerv, Ast des N. vagus) – OP-Risiko bei Strumektomie! |
| A. thyroidea ima (in ca. 3 % der Falle vorhanden) | Kleine Variante aus dem Truncus brachiocephalicus oder der Aortenbogen. Relevant bei Schilddrusen-OP. |
Ligamentum suspensorium glandulae thyroideae (Berry-Ligament)
Das Ligamentum suspensorium (auch Berry-Ligament genannt) ist ein bindegewebiges Band, das die Schilddruse lateral und dorsal an die Trachea befestigt. Es ist von grosser klinischer Bedeutung:
- Es begrenzt die Fixation der Schilddruse – bei einem Karzinom kann die Schilddruse durch Einwachsen in das Ligament fixiert erscheinen.
- Es erklart die Bewegung der Schilddruse beim Schlucken (gleitet mit der Trachea nach kranial).
- Es spielt eine Rolle bei der chirurgischen Pparation (Risikostruktur!).
- „Was ist das Ligamentum suspensorium?" → Antwort: Es ist das Band, das die Schilddruse mit der Trachea verbindet (Berry-Ligament).
- „Warum bewegt sich die Schilddruse beim Schlucken?" → Antwort: Durch das Ligamentum suspensorium, das die Schilddruse mit der Luftröhre verbindet.
Venoser Abfluss
- V. thyroidea superior → V. jugularis interna
- V. thyroidea media → V. jugularis interna
- V. thyroidea inferior → V. brachiocephalica (uber den Plexus venosus thyroideus)
Innervation
- Sympathisch: Aus dem Ganglion cervicale superius et medium (Truncus sympathicus)
- Parasympathisch: N. laryngeus superior et recurrens (Aste des N. vagus)
12. WHO-Klassifikation der Struma
▼WHO-Klassifikation (Grad 0–III)
| Grad | Bezeichnung | Inspektion | Palpation |
|---|---|---|---|
| Grad 0 | Keine Struma | Nicht sichtbar | Nicht tastbar (bei normaler Anatomie) |
| Grad Ia | Struma palpabel, nicht sichtbar | Nicht sichtbar auch bei Reklination | Beim Schlucken tastbar |
| Grad Ib | Struma tastbar, nur bei Reklination sichtbar | Bei extremer Reklination/Schlucken sichtbar | Tastbar, aber bei normaler Kopfhaltung nicht sichtbar |
| Grad II | Struma sichtbar | Bei normaler Kopfhaltung deutlich sichtbar | Leicht palpabel |
| Grad III | Grosse Struma (massiv) | Schon von weitem sichtbar, auch bei geschlossener Kleidung | Massiv vergroessert, oft mit Kompressionssymptomen |
Klassifikation nach Funktionszustand
- Euthyreote Struma: Normale Schilddrüsenfunktion (haufigste Form, z. B. Jodmangelstruma)
- Hyperthyreote Struma: Uberfunktion → Morbus Basedow, toxisches Adenom
- Hypothyreote Struma: Unterfunktion → Hashimoto-Thyreoiditis
13. Prufungstipps & haufige Fragen
▼Haufige Prufungsfragen Ohrenuntersuchung
Antwort: Stimmgabel anschlagen, auf den Scheitel des Patienten setzen und fragen, in welchem Ohr der Ton lauter wahrgenommen wird. Lateralisation zum kranken Ohr = Schallleitungsstorung; zum gesunden Ohr = Schallempfindungsstorung.
Antwort: Stimmgabel auf Warzenfortsatz setzen (Knochenleitung), sobald der Ton verschwindet, Stimmgabel vor das Ohr halten (Luftleitung). LL besser als KL = Rinne positiv (normal oder SE-Storung). KL besser als LL = Rinne negativ (SL-Storung).
Antwort: SL-Storung = Problem im ausseren Ohr/Mittelohr → Rinne negativ. SE-Storung = Problem im Innenohr/Hornerv → Rinne positiv.
Antwort: Prufung der propriozeptiven Ruckmeldung und Kleinhirnfunktion. Positiv = physiologisch (leichte Schwankung); dekompensiert (Sturz) = pathologisch.
Haufige Prufungsfragen Schilddrusenuntersuchung
Antwort: Von hinten, Daumen auf den Nacken, Finger palpieren unter dem Schildknorpel, Patient schlucken lassen → Grosse, Konsistenz, Verschieblichkeit, Schmerzhaftigkeit beurteilen.
Antwort: Es verbindet die Schilddruse mit der Trachea und sorgt fur die kraniale Bewegung beim Schlucken. Es ist auch eine wichtige chirurgische Leitstruktur.
Antwort: A. thyroidea superior (aus A. carotis externa) und A. thyroidea inferior (aus Truncus thyrocervicalis der A. subclavia). Optional: A. thyroidea ima.
Antwort: Nicht sichtbar, aber tastbar und beim Schlucken nach oben beweglich.
Antwort: Ein Stromungsgeriusch uber der Schilddruse bei der Auskultation, bedingt durch die gesteigerte Vaskularisation (hypervaskularisierte Schilddruse = Struma basedowiana).
Do's & Don'ts in der Prufung
- Patient immer um Erlaubnis bitten
- Hande waschen vor der Untersuchung
- Stimmgabel korrekt anschlagen (nicht auf harte Flache)
- Bei Schluckversuch Wasser anbieten
- Befunde klar und strukturiert benennen
- WHO-Klassifikation kennen und anwenden
- Stimmgabel nicht auf Tisch oder harte Oberflache schlagen
- Nicht abwechselnd Ohr und Knochenleitung prufen, ohne Reihenfolge einzuhalten
- Den Romberg-Test nicht bei unsicheren Patienten weglassen
- Schilddruse nicht schmerzhaft palpieren ohne Grund
- Nicht vergessen, die Durchblutung (Auskultation) zu prufen
- Den N. laryngeus recurrens und seine Gefahrdung bei der OP nicht vergessen