Persönliches Lernmaterial: Diese Zusammenfassung dient der Prüfungsvorbereitung und ersetzt weder offizielle Vorgaben noch eine individuelle ärztliche Beratung.

Klinische Augenuntersuchung

Neurologische Basisdiagnostik — Inspektion, Pupillenreflexe, Blickmotorik, Gesichtsfeld und Funduskopie

1. Inspektion der Augen

1.1 Allgemeine Beurteilung

Bei der Inspektion (Inspektion der Augen) werden folgende Punkte beurteilt:

  • Anisokorie — Größenunterschied der Pupillen
  • Miosis — Verengung der Pupille (meist beidseitig)
  • Mydriasis — Erweiterung der Pupille (meist beidseitig)
  • Hornhauttrübung (Cornealvertrocknung / Trübung der Hornhaut)

1.2 Anisokorie — Definition und Bedeutung

Die Anisokorie ist ein Größenunterschied der beiden Pupillen. Sie kann physiologisch oder pathologisch sein.

Wichtig für die Prüfung: Die physiologische Anisokorie kommt bei ca. 20 % der Menschen vor. Der normale Unterschied beträgt weniger als 1 mm. Dies ist ein häufiges Prüfungsthema.

1.3 Ursachen der Anisokorie — Pathologisch wichtige Ursachen

  • Schlaganfall (Apoplex / Apoplexia) — ein Schlaganfall kann eine Anisokorie verursachen
  • Horner-Syndrom — verursacht eine Anisokorie mit Miosis auf der betroffenen Seite
  • Hornhauttrübung — kann ebenfalls eine Anisokorie verursachen
  • Neurologische Ausfälle — Schädigung der Hirnnerven (N. oculomotorius, N. opticus)
Prüfungsfrage: „Ein Patient zeigt eine Anisokorie. Was sind die wichtigsten Ursachen, die Sie abklären müssen?" — Antwort: Schlaganfall und Horner-Syndrom永不忘记 (niemals vergessen!).

1.4 Horner-Syndrom — Trias

Das Horner-Syndrom ist durch eine klassische Symptomtrias gekennzeichnet:

  • Ptosis — hängendes Oberlid (Lähmung des Musculus tarsalis superior / Müller-Lidhebemuskel)
  • Miosis — Verengung der Pupille auf der betroffenen Seite
  • Enophthalmus — Zurücksinken des Augapfels in die Augenhöhle
Merkhilfe: Horner-Syndrom → Ptosis, Miosis, Enophthalmus (PME — „Pupille klein, Lid tief, Auge rein").
Prüfungsfrage: „Was gehört zur Horner-Trias?" — Die Antwort lautet: Ptosis + Miosis + Enophthalmus. Auch die Frage nach der Ursache des Horner-Syndroms (Unterbrechung des Sympathikus) kann gestellt werden.
Pathologisch: Kommt das Horner-Syndrom einseitig vor, deutet dies auf eine Läsion des ipsilateralen Sympathikus hin (zentral, präganglionär oder postganglionär). Häufige Ursachen: Karotisdissektion, Lungenspitzenprozess (Pancoast-Tumor), Schlaganfall.

2. Pupillenveränderungen — Miosis und Mydriasis

2.1 Miosis (Pupillenverengung)

Eine Miosis liegt vor, wenn die Pupille dauerhaft oder situativ verengt ist.

Wichtige Ursachen der Miosis:

UrsacheErklärung
Morphin / OpioideZentrale Opioidwirkung → Miosis (typisch: „Stecknadelpupillen")
AlkoholZNS-Depression
MeningitisEntzündliche Reizung der Meningen
NarkoseAnästhetika-induziert
Horner-SyndromAusfall des Sympathikus → Miosis ipsilateral

2.2 Mydriasis (Pupillenerweiterung)

Eine Mydriasis liegt vor, wenn die Pupille erweitert ist.

Wichtige Ursachen der Mydriasis:

UrsacheErklärung
AtropinAnticholinerg → Mydriasis (Augentropfen in der Augenheilkunde)
Sympathomimetikaz. B. Adrenalin, Noradrenalin
KokainSympathomimetische Wirkung
Tumor / GlaukomPathologische Erweiterung bei Augenerkrankungen
Drogenz. B. Amphetamine
Adrenalin (Noradrenalin)Medikamenteninduziert oder endogen (Stress, Phäochromozytom)
Prüfungsfrage: „Nennen Sie die Ursachen einer Miosis und einer Mydriasis!" — Bitte die Tabellen oben auswendig lernen. Typische Frage: „Morphin verursacht Miosis — Warum?" (Aktivierung der Opiat-Rezeptoren im Edinger-Westphal-Kern → Parasympathikus-Aktivierung).

2.3 Kayser-Fleischer-Kornealring

Der Kayser-Fleischer-Kornealring (auch: Kayser-Fleischer-Ring) ist ein bräunlich-grüner Ring am Rand der Kornea, verursacht durch Kupferablagerungen in der Descemet-Membran.

Pathologisch: Der Kayser-Fleischer-Kornea ist pathognomonisch für Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit). Bei jedem Patienten mit unerklärlicher Kayser-Fleischer-Kornea sollte ein Morbus Wilson abgeklärt werden.
Prüfungsfrage: „Was bedeutet der Kayser-Fleischer-Kornea-Ring? Bei welcher Erkrankung tritt er auf?" — Antwort: Morbus Wilson (hepatolentikuläre Degeneration).

3. Lichtreaktion der Pupillen

Die Lichtreaktion (Pupillenreflexe) ist einer der wichtigsten neurologischen Tests bei der Augenuntersuchung. Sie dient der Prüfung der Integrität des Nervus opticus und des Nervus oculomotorius.

3.1 Durchführung der Untersuchung

  • Der Raum wird leicht abgedunkelt.
  • Der Patient fixiert einen fernen Punkt.
  • Der Untersucher richtet die Untersuchungslampe auf das Auge des Patienten.
  • Die Hand des Patienten (oder des Untersuchers) wird als Barriere vor die Nasenwurzel gehalten, um zu verhindern, dass der Patient dem Licht mit den Augen folgt.

3.2 Direkte Lichtreaktion (Direkte Lichtreaktion)

Bei der direkten Lichtreaktion wird der Lichtreiz auf ein Auge gerichtet und die Reaktion dieses Auges beobachtet:

  • Positiv (positiv): Das gereizte Auge verengt seine Pupille als Reaktion auf den Lichtreiz → Der Nervus opticus ist intakt.
  • Negativ (negativ): Das gereizte Auge reagiert nicht → Der Nervus opticus ist geschädigt.

3.3 Konsensuelle Lichtreaktion (Konsensuelle Lichtreaktion)

Bei der konsensuellen (indirekten) Lichtreaktion wird der Lichtreiz auf ein Auge gerichtet und die Reaktion des anderen Auges beobachtet:

  • Positiv: Das kontralaterale Auge verengt seine Pupille ebenfalls → Der Nervus oculomotorius (und die afferenten Bahnen) sind intakt.
  • Negativ: Das kontralaterale Auge reagiert nicht → Der Nervus oculomotorius ist geschädigt (oder die efferenten Bahnen sind unterbrochen).

Reflexbogen der Lichtreaktion:

Lichtreiz → Auge → N. opticus (afferent) → Corpus geniculatum laterale → Tractus olivocochlearis → N. oculomotorius (efferent) → Musculus sphincter pupillae → Pupillenverengung

3.4 Differenzierte Beurteilung der Befunde

Direkte LRKonsensuelle LRBefundinterpretation
PositivPositivBeide Nerven intakt (Normalbefund)
NegativNegativN. opticus geschädigt — afferenter Defekt (das Auge kann den Lichtreiz nicht aufnehmen)
PositivNegativN. oculomotorius geschädigt — efferenter Defekt (das Auge kann nicht reagieren)
NegativPositivSempatische Konvergenzstorung — das Auge selbst reagiert nicht, aber das andere Auge reagiert auf den Reiz des geschädigten Auges (sehr selten)
Prüfungsfrage: „Ein Patient hat eine positive direkte Lichtreaktion, aber eine negative konsensuelle Lichtreaktion — was ist die Diagnose?" — Antwort: N. oculomotorius-Läsion (efferenter Defekt). Der N. opticus ist intakt, aber der N. oculomotorius kann den Befehl zur Verengung nicht übermitteln.
Prüfungsfrage: „Ein Patient hat eine negative direkte Lichtreaktion und eine negative konsensuelle Lichtreaktion — was ist die Diagnose?" — Antwort: N. opticus-Läsion (afferenter Defekt). Der Lichtreiz kann nicht aufgenommen werden, daher reagiert kein Auge.
Merkschema für die Lichtreaktion:
  • Direkt positiv + Konsensuell negativ = N. oculomotorius geschädigt
  • Direkt negativ + Konsensuell negativ = N. opticus geschädigt
Wichtig: Bei der Prüfung der Lichtreaktion muss der Patient einen fernen Punkt fixieren, um eine Konvergenzreaktion zu vermeiden. Die Untersuchungslawine wird auf das Auge gerichtet, während die Hand als Barriere vor der Nasenwurzel liegt, um den Lichtreiz zu begrenzen.

4. Blicktest (Blickmotorik) und Hirnnerven

4.1 Durchführung des Blicktests

Beim Blicktest (Blickbewegungstest) folgt der Patient der Bewegung des Zeigefingers des Untersuchers — nur mit den Augen, ohne Kopfbewegung. Der Finger wird in Kreuzform (X-Form) bewegt.

4.2 Augenmuskeln und zuständige Hirnnerven

Für die Prüfung ist es essenziell, die drei Augenbewegungsnerven und ihre Wirkungsbereiche zu kennen:

HirnnervNameInnervierte MuskelnFunktion
N. IIIN. oculomotorius
  • M. rectus superior (Hebung)
  • M. rectus medialis (Nasenwärts)
  • M. rectus inferior (Senkung)
  • M. obliquus superior (Senkung + Außenrotation)
  • M. levator palpebrae superioris (Lidhebung)
  • M. sphincter pupillae (Pupillenverengung)
Hebung, Senkung, Nasenwärts, Lidöffnung
N. IVN. trochlearis
  • M. obliquus superior (Senkung + Innenrotation)
Senkung bei Adduktion, Innenrotation
N. VIN. abducens
  • M. rectus lateralis (Außenwärts)
Außenwärtsbewegung des Auges
Prüfungsfrage: „Welche Hirnnerven sind für die Augenbewegung verantwortlich?" — Antwort: N. oculomotorius (III), N. trochlearis (IV), N. abducens (VI). Auch die Frage nach der Zuordnung der Muskeln zu den Nerven kann gestellt werden.

4.3 Klinische Zeichen bei Schädigung

N. oculomotorius (III) — Ausfall:

  • Ptosis (hängendes Lid) — Ausfall des M. levator palpebrae superioris
  • Mydriasis (erweiterte, lichtstarre Pupille) — Ausfall des M. sphincter pupillae
  • „Auge steht nach außen unten" — kompensatorische Stellung durch Mm. rectus lateralis (N. VI) und obliquus superior (N. IV)
  • Doppelbilder (Diplopie) — besonders vertikal

N. trochlearis (IV) — Ausfall:

  • Schiefhaltung des Kopfes (kompensatorische Kopfneigung zur gesunden Seite)
  • Vertikale Diplopie, verstärkt beim Blick nach unten und innen
  • Schwierigkeiten beim Lesen und Treppensteigen

N. abducens (VI) — Ausfall:

  • Inkomplette Außenbewegung des betroffenen Auges
  • Horizontale Diplopie — Doppelbilder nebeneinander

4.4 Nystagmus

Nystagmus ist ein unwillkürliches, rhythmisches Augenzittern. Er kann physiologisch (z. B. bei Blickfolgebewegungen) oder pathologisch sein.

Prüfungsfrage: „Wie untersucht man Nystagmus?" — Antwort: Durch den Blicktest: Der Patient folgt dem Finger des Untersuchers in alle Richtungen. Bei pathologischem Nystagmus sollte die Richtung, das Ausmaß und die Ermüdbarkeit dokumentiert werden.
Prüfungsfrage: „Welche drei Nerven innervieren die äußeren Augenmuskeln?" — Antwort: N. oculomotorius (III), N. trochlearis (IV), N. abducens (VI).

5. Gesichtsfeld — Konfrontationstest

5.1 Durchführung des Konfrontationstests

Der Gesichtsfeld-Konfrontationstest ist ein einfaches Screening-Verfahren zur Prüfung des Gesichtsfelds:

  1. Der Untersucher sitzt dem Patienten auf Augenhöhe gegenüber.
  2. Der Patient deckt ein Auge mit seiner Hand ab (z. B. das linke Auge des Patienten).
  3. Der Untersucher deckt sein eigenes gegenüberliegendes Auge ab (z. B. das rechte Auge des Untersuchers).
  4. Der Patient fixiert mit dem offenen Auge den Nasenrücken des Untersuchers.
  5. Der Untersucher bewegt seinen Zeigefinger von peripher (außen) nach zentral und bittet den Patienten, das Erscheinen des Fingers zu melden.
  6. Der Test wird in allen vier Quadranten durchgeführt.
Wichtige Voraussetzung: Der Untersucher muss selbst ein normales Gesichtsfeld haben, um den Test als Referenz nutzen zu können. Dies ist ein häufiges Detail bei Prüfungsfragen.
Prüfungsfrage: „Wie führen Sie den Gesichtsfeld-Konfrontationstest durch? Was sind die Voraussetzungen?" — Antwort: Auf Augenhöhe gegenüber sitzen, gegenüberliegende Augen jeweils abdecken, der Patient fixiert den Nasenrücken des Untersuchers, der Zeigefinger wird von peripher nach zentral geführt.

5.2 Klinische Bedeutung

Mit dem Konfrontationstest können Gesichtsfeldausfälle erkannt werden:

  • Hemianopsie — Ausfall einer Hälfte des Gesichtsfelds (z. B. bei Schlaganfall)
  • Quadrantenanopsie — Ausfall eines Quadranten
  • Skotom — lokaler Gesichtsfeldausfall (z. B. bei Optikusneuritis)
  • Glaukom-bedingte Gesichtsfeldausfälle — typischerweise beginnen diese peripher und schreiten zentral fort

6. Funduskopie (Augenspiegelung)

Die Funduskopie ist die Untersuchung des Augenhintergrunds (Fundus oculi) mit dem Ophthalmoskop. Sie ermöglicht die Beurteilung von:

  • Papilla nervi optici (Sehnervenkopf / Papille)
  • Retina (Netzhaut)
  • Gefäßen (Zentralarterie und Zentralvene der Netzhaut)
  • Macula lutea (Gelber Fleck)

6.1 Normalbefund

  • Die Papille ist rosig, scharf begrenzt und leicht temporal betont.
  • Die Arterien sind rot-orange, die Venen dunkelrot.
  • Das AV-Verhältnis (Arterien-zu-Venen-Ratio) beträgt ca. 2:3.

6.2 Pathologische Befunde

Papillenatrophie (z. B. bei Glaukom):

  • Die Papille erscheint blass und exkaviert.
  • Typisch: Papillenexkavation mit verdünntem Randsaum (Glaukom-Papille).
  • Die Papillenatrophie entsteht durch Verlust von Nervenfasern infolge des erhöhten Augeninnendrucks.
Prüfungsfrage: „Was sieht man bei der Funduskopie eines Patienten mit Glaukom?" — Antwort: Papillenexkavation, Papillenatrophie, Verlust des neuroretinalen Randsaums. Auch: Erhöhter Augeninnendruck als Leitsymptom.

Papillenödem bei arterieller Hypertonie:

  • Die Papille ist geschwollen, unscharf begrenzt und hyperäm.
  • Typisch bei maligner Hypertonie (Blutdrucknotfall).
  • Zusätzlich: Hypertonie-bedingte Gefäßveränderungen (Arteriolenverengung, Kreuzungszeichen).
Prüfungsfrage: „Was sieht man bei der Funduskopie bei einem Patienten mit arterieller Hypertonie?" — Antwort: Papillenödem, arterioläre Verengung, AV-Kreuzungszeichen, Cotton-Wool-Flecken, ggf. Retina-Blutungen.

6.3 Amaurosis fugax

Die Amaurosis fugax ist eine transiente (vorübergehende) monokuläre Erblindung, die Sekunden bis Minuten anhält und durch embolische Verschlüsse der Zentralarterie der Netzhaut verursacht wird.

Wichtiger Warnhinweis: Die Amaurosis fugax ist ein Warnsignal für einen Schlaganfall (insbesondere bei Karotisstenose). Häufige Ursachen: Arteriosklerose der A. ophthalmica/A. carotis interna, kardiale Embolien (Vorhofflimmern, Endokarditis), arterielle Embolie (z. B. Arteria temporalis).
Prüfungsfrage: „Was ist Amaurosis fugax und was bedeutet sie klinisch?" — Antwort: Vorübergehende monokuläre Erblindung durch retinale Embolie — zeitliches Notfall-Symptom (Stroke Warning Sign). Abklärung auf Karotisstenose und kardiale Emboliequellen erforderlich.

6.4 Zentralarterien- und Zentralvenenverschluss

  • Zentralarterienverschluss (ZVV / CRAO): „Cherry-red spot" — blasser Fundus mit rotem Fleck an der Fovea (ischämische Nekrose der Netzhaut)
  • Zentralvenenverschluss (ZVV / CRVO): „Blut-und-Feuer-Zeichen" — ausgedehnte Netzhautblutungen, Papillenschwellung

7. Prüfungsschema und häufige Fragen

7.1 Systematischer Ablauf der Augenuntersuchung

  1. Inspektion: Anisokorie, Miosis, Mydriasis, Ptosis, Hornhauttrübung
  2. Lichtreaktion: Direkte und konsensuelle Lichtreaktion prüfen
  3. Blicktest: Augenbewegungen in alle Richtungen (Blickfolge des Fingers in X-Form)
  4. Gesichtsfeld: Konfrontationstest (periphere Gesichtsfeldausfälle erkennen)
  5. Funduskopie: Augenhintergrund beurteilen (Papille, Gefäße, Netzhaut)

7.2 Häufige Prüfungsfragen — Zusammenfassung

PrüfungsfrageAntwort
Was ist Anisokorie?Größenunterschied der beiden Pupillen
Wie viel % der Menschen haben physiologische Anisokorie?Ca. 20 %
Was ist die Horner-Trias?Ptosis + Miosis + Enophthalmus
Was verursacht Morphine bei der Pupille?Miosis (Stecknadelpupillen)
Was verursacht Atropin bei der Pupille?Mydriasis
Was ist der Kayser-Fleischer-Kornea-Ring?Kupferablagerung in der Kornea bei Morbus Wilson
Was prüft die direkte Lichtreaktion?Integrität des N. opticus
Was prüft die konsensuelle Lichtreaktion?Integrität des N. oculomotorius (und des afferenten Arms)
Direkt positiv, konsensuell negativ — was ist die Diagnose?N. oculomotorius geschädigt
Direkt negativ, konsensuell negativ — was ist die Diagnose?N. opticus geschädigt
Welche drei Nerven steuern die Augenbewegung?N. oculomotorius (III), N. trochlearis (IV), N. abducens (VI)
Was ist die Amaurosis fugax?Transiente monokuläre Erblindung durch retinale Embolie — Stroke Warning Sign
Was sieht man bei Glaukom in der Funduskopie?Papillenexkavation und Papillenatrophie
Was sieht man bei Hypertonie in der Funduskopie?Papillenödem, AV-Verengung, Kreuzungszeichen
Was ist die Voraussetzung für den Konfrontationstest?Der Untersucher muss selbst ein normales Gesichtsfeld haben
Wichtig für die Kenntnisprüfung: Lernen Sie die Namen und Funktionen aller äußeren Augenmuskeln und ihre Zuordnung zu den Hirnnerven. Üben Sie die systematische Untersuchung der Augen (Inspektion → Lichtreaktion → Blicktest → Gesichtsfeld → Funduskopie). Die Prüfung kann Sie auch direkt nach dem Glaukom-Screening fragen — führen Sie in diesem Fall den Konfrontationstest und die Funduskopie durch.
Abschließender Prüfungstipp: Achten Sie darauf, dass Sie bei der Inspektion alle drei Punkte der Horner-Trias (Ptosis, Miosis, Enophthalmus) korrekt benennen können und dass Sie den Unterschied zwischen Miosis und Mydriasis sowie deren Ursachen kennen. Die Frage nach der Amaurosis fugax als Stroke-Warnsignal ist ein häufiger Prüfungshinweis.
Zusammenfassung der Vorlesungen Augen Untersuchung 1–5 — Klinische neurologische Diagnostik der Augen
Erstellt auf Basis der Transkripte der Vorlesungsreihe.