Persönliches Lernmaterial: Diese Zusammenfassung dient der Prüfungsvorbereitung und ersetzt weder offizielle Vorgaben noch eine individuelle ärztliche Beratung.

Verschiedene Prüfungsthemen

Kenntnisprüfung-Vorbereitung – Infektiologie, Chirurgie, Notfallmedizin & Innere Medizin

1. Malaria (Bilharzien-Bezug: Fieberursachen)

Erreger & Übertragung

Die Malaria wird durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke (Anopheles-Moskito) übertragen. Der Erreger ist ein Plasmodium-Parasit, der in die menschliche Leber und dann in die roten Blutkörperchen eindringt.

Plasmodium-Arten

  • Plasmodium falciparum (= Plasmodium falciparum/Plasmodium falciparum/Plasmodium falciparum) – gefährlichste Art, verursacht die schwerste Form der Malaria tropica
  • Plasmodium vivax
  • Plasmodium ovale
  • Plasmodium malariae

Wichtig für die Prüfung: Gefährlichster Parasit

Der Plasmodium falciparum ist der gefährlichste Erreger der Malaria. Er ist für die meisten Todesfälle verantwortlich. Falls ein Prüfer fragt „Welcher Parasit ist am gefährlichsten?" – Die Antwort lautet: Plasmodium falciparum.

Klinik & Diagnostik

  • Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Myalgien
  • Diagnose: Dicker Tropfen (Nachweis von Blutparasiten im Blutausstrich)
  • Dickes Tropfen = Tropfen Microscopique: Methode zum Nachweis von Malaria-Erregern im Blut

Prüfungsrelevant: Typische Prüferfrage

„Was ist der Dicke Tropfen?" – Eine mikroskopische Methode zum Nachweis von Malaria-Parasiten im Blut. „Welche Anopheles-Mücke überträgt Malaria?" – Die weibliche Anopheles-Mücke. „Welches Plasmodium ist am gefährlichsten?" – Plasmodium falciparum.

2. Hohlhandphlegmone (Panaritium)

Die Hohlhandphlegmone (Panaritium) ist eine akute eitrige Entzündung der Hand, verursacht durch Bakterien. Sie kann zu schweren Komplikationen wie Sepsis, Osteomyelitis und Funktionsverlust führen.

Klassifikation

  • Panaritium superficium – oberflächliche Form
  • Panaritium ulnaris – ulnare Seite der Hand
  • Panaritium radiales – radiale Seite der Hand
  • Panaritium profunda – tiefe Form
  • Panaritium dorsale – Handrücken

Prüfungsrelevant: Klassifikation & Komplikationen

Der Prüfer kann die Klassifikation der Hohlhandphlegmone abfragen. Ebenso: Welche Erreger? (Staphylokokken, Streptokokken). Was sind die Komplikationen? (Sepsis, Osteomyelitis). Panaritium = Hohlhandphlegmone – diese Begriffe synonym kennen!

Therapie

  • Antibiotika: Piperacillin, Piperacillin/Tazobactam, Carbapeneme
  • Chirurgische Sanierung (Inzision und Drainage)
  • Ruhigstellung der Hand
  • Tetanus-Prophylaxe prüfen!

⚠ Tetanus-Prophylaxe nicht vergessen!

Bei jeder Handphlegmone muss die Tetanus-Impfung überprüft werden. Bei Patienten mit potentieller Tetanus-Exposition: Tetanus-Immunglobulin verabreichen!

3. Clostridien-Arten

Clostridien sind anaerobe, grampositive, sporenbildende Stäbchenbakterien. Sie sind für verschiedene klinisch wichtige Erkrankungen verantwortlich.

Wichtige Clostridien-Arten

  • Clostridium perfringens – Gasbrand (Gasödem), Myonekrose
  • Clostridium difficilepseudomembranöse Kolitis, nosokomiale Diarrhoe
  • Clostridium tetaniTetanus
  • Clostridium botulinumBotulismus (Lebensmittelvergiftung)

Clostridium difficile – Pseudomembranöse Kolitis

Die pseudomembranöse Kolitis wird durch Clostridium difficile verursacht, typischerweise nach Antibiotikatherapie. Klassische Symptome: wässrige Diarrhoe, Bauchschmerzen, Fieber.

Therapie der C. difficile-Infektion

  • Vancomycin (oral) – Mittel der Wahl bei schwerer CDI
  • Fidaxomicin – Alternative bei leichten Fällen
  • Probiotika können unterstützend gegeben werden
  • Flüssigkeitssubstitution

Prüfungsrelevant: Clostridien

„Nennen Sie die wichtigsten Clostridien-Arten": C. perfringens, C. difficile, C. tetani, C. botulinum. „Was verursacht C. difficile?" – Pseudomembranöse Kolitis. „Was verursacht C. perfringens?" – Gasbrand/Gasödem. „Was verursacht C. tetani?" – Tetanus. „Was verursacht C. botulinum?" – Botulismus.

4. Kompartmentsyndrom

Das Kompartmentsyndrom entsteht durch einen erhöhten Druck in einer Muskelkompartment-Faszie, was zu einer Minderdurchblutung und Ischämie führt. Es ist ein chirurgischer Notfall.

Ätiologie

  • Frakturen (besonders Tibia- und Unterarmfrakturen)
  • Starke Weichteilschäden
  • Verbrennungen
  • Lange Immobilisierung
  • Übermäßige sportliche Belastung

Diagnostik

  • Klinische Untersuchung: Schmerzen unter passiver Dehnung (das wichtigste Frühsymptom)
  • Kompartmentdruckmessung: Druck > 30 mmHg oder delta p < 30 mmHg (diastolischer BD minus Kompartmentdruck) ist verdächtig
  • Schwellung, Spannungsgefühl, Parästhesien, Pallor, Pulsverlust (späte Zeichen)

🔴 Notfall – Fasziotomie!

Das Kompartmentsyndrom ist ein chirurgischer Notfall. Bei Verdacht muss sofort die Fasziotomie durchgeführt werden, um dauerhafte Muskelschäden und Amputationen zu verhindern. Eine verzögerte Diagnose kann zu irreversiblen Schäden führen!

Prüfungsrelevant: Kompartmentsyndrom

Definition: Erhöhter Gewebedruck in einer Muskelkompartment-Faszie mit resultierender Durchblutungsstörung. Klinik: Schmerzen unter passiver Dehnung (frühestes und wichtigstes Symptom). Therapie: Fasziotomie. Ätiologie: Frakturen, Weichteilschäden.

5. Schock – Klassifikation & Typen

Der Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand mit unzureichender Gewebeperfusion und Sauerstoffversorgung.

Klassifikation der Schockformen

  • Hypovolämischer Schock – Volumenverlust (Blutung, Dehydratation, Verbrennungen)
  • Kardiogener Schock – Pumpversagen des Herzens (Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Arrhythmien)
  • Distributiver Schock – Verteilungsstörung des Blutes
    • Septischer Schock – durch Infektion (Sepsis)
    • Anaphylaktischer Schock – allergische Reaktion (Typ-I-Allergie)
    • Neurogener Schock – Rückenmarksverletzung (spinaler Schock)
  • Obstruktiver Schock – mechanische Obstruktion (Tension Pneumothorax, Perikardtamponade, Lungenembolie)

Allgemeine Schockzeichen

  • Tachykardie, Hypotonie, Tachypnoe
  • Kalte, feuchte Haut (bei hypovolämischem/kardiogenem Schock)
  • Warme Haut (bei distributivem/septischem Schock – „warme Sepsis")
  • verminderte Urinproduktion (Oligurie)
  • Bewusstseinsstörungen

Prüfungsrelevant: Schock-Klassifikation

Die Schock-Klassifikation gehört zu den häufigsten Prüfungsthemen. Man muss alle 4 Hauptkategorien kennen: hypovolämisch, kardiogen, distributiv, obstruktiv. Innerhalb des distributiven Schocks: septisch, anaphylaktisch, neurogen. Warum ist bei anaphylaktischem Schock die Haut warm? Durch massive Vasodilatation infolge der Histaminfreisetzung.

6. Septische Syndrome

Die Sepsis ist eine lebensbedrohliche organdysfunktionsbedingte Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Der septische Schock ist die schwerste Form.

qSOFA-Kriterien (Schnellbeurteilung)

  • Atemfrequenz ≥ 22/min
  • Änderung des Bewusstseinszustands
  • Systolischer Blutdruck ≤ 100 mmHg

Zwei oder mehr positive Kriterien → erhöhtes Risiko für schlechten Outcome.

Ursachen (typische Erreger)

  • Staphylococcus aureus, Streptokokken
  • Gramnegative Erreger (E. coli, Klebsiella)
  • Anaerobier
  • Clostridien (C. perfringens → Gasbrand)

Therapie

  • Frühzeitige Antibiotikatherapie (innerst 1 Stunde)
  • Volumenersatz (Kristalloide)
  • Vasopressoren bei Bedarf (Noradrenalin)
  • Quellekontrolle (Chirurgische Sanierung)
  • Zentrale Venenkatheter zur Überwachung

Prüfungsrelevant: Sepsis

Definition: Lebensbedrohliche Organdysfunktion durch eine dysregulierte Immunantwort auf eine Infektion. Klinik: Fieber oder Hypothermie, Tachykardie, Tachypnoe, Bewusstseinsänderung. Therapieprinzip: „Time is money" – frühzeitige Antibiotikagabe innerhalb der ersten Stunde. Welche Erreger? Staphylokokken, Streptokokken, gramnegative Keime.

7. Erythema migrans & Borreliose

Das Erythema migrans ist die pathognomonische Hautläsion der Lyme-Borreliose, verursacht durch Borrelia burgdorferi, übertragen durch den Zeckenstich (Ixodes-Zecke).

Klinik des Erythema migrans

  • Sich ausbreitende, ringförmige Rötung an der Stichstelle
  • Zentrale Aufhellung → „Schießscheiben-Phänomen" (Target/Zielscheibe)
  • Beginnt oft 3–30 Tage nach Zeckenstich
  • Oft begleitet von unspezifischen Symptomen: Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen

Diagnostik

  • Klinische Diagnose (typisches Erscheinungsbild)
  • Serologie: ELISA + Western Blot (zweistufiges Vorgehen)
  • PCR aus Hautbiopsie (in unklaren Fällen)

Therapie

  • Doxycyclin – Mittel der Wahl bei Erwachsenen (200 mg/d für 14–21 Tage)
  • Amoxicillin bei Kindern oder Schwangeren
  • Cefuroxim als Alternative

Prüfungsrelevant: Erythema migrans

Definition: Pathognomonische Hautläsion der Lyme-Borreliose. Erreger: Borrelia burgdorferi. Übertragung: Zeckenstich (Ixodes-Zecke). Therapie: Doxycyclin. Das „Target/Zielscheiben-Zeichen" (Schießscheibe) ist klassisch.

8. Thoraxtrauma & Pneumothorax

Pneumothorax – Formen

  • Spontanpneumothorax: ohne erkennbare Ursache, oft bei jungen, schlanken Männern (Lungenbulla-Ruptur)
  • Traumatischer Pneumothorax: nach Thoraxtrauma
  • Spannungspneumothorax: lebensbedrohlicher Notfall – Luft dringt in den Pleuraspalt, kann aber nicht entweichen → Mediastinalshift, Kompression des Herzens und der Gegenseite

Klinik & Diagnostik

  • Plötzlicher Brustschmerz, Atemnot, Tachypnoe
  • Auskultation: abgeschwächtes Atemgeräusch auf der betroffenen Seite
  • Sonographie (FAST) oder Röntgen-Thorax zur Diagnosebestätigung
  • Bei Spannungspneumothorax: sofortige Entlastung durch Kanülenpunktion (2. ICR medioclaviculär) vor Bildgebung!

Therapie

  • Spannungspneumothorax: Sofortmaßnahme – Notpunktion mit Kanüle (Entlastungspunktion), dann Thoraxdrainage
  • Thoraxdrainage: Einlage einer Drainage im 4.–5. ICR in der vorderen Axillarlinie
  • Stichentschluss: Der Patient kann Schmerzen entwickeln, wenn die Drainage nach einigen Tagen entfernt wird – Schmerzen durch Luft, die aus der Pleura austritt

🔴 Spannungspneumothorax – Sofortmaßnahme!

Bei klinischem Verdacht auf einen Spannungspneumothorax: Keine Zeit für Röntgen! Sofortige Entlastung durch Punktion im 2. ICR medioclaviculär mit einer breiten Kanüle. Danach definitive Thoraxdrainage.

Zusammenhang: Thoraxdrainage & Schmerzen

Wenn der Prüfer fragt: „Warum hat der Patient nach Tagen noch Schmerzen, wenn die Thoraxdrainage entfernt wird?" – Antwort: Weil beim Entfernen der Drainage Luft aus der Pleura entweicht und dies schmerzhafte Reizungen verursachen kann. Man stoppt die Drainage langsam (abklemmen), entfernt sie aber nicht komplett sofort.

Prüfungsrelevant: Pneumothorax

Klassifikation: Spontan, traumatisch, Spannungspneumothorax. Klinik: Abgeschwächtes Atemgeräusch, hypersonorer Klopfschall. Notfalltherapie: Kanülenpunktion bei Spannungspneumothorax. Thoraxdrainage: 4.–5. ICR, vordere Axillarlinie.

9. Angeborene Herzfehler

Fallot-Tetralogie (Fallot-Tetralogie)

Die Fallot-Tetralogie ist die häufigste zyanotische Herzerkrankung im Kindesalter. Sie besteht aus vier Anomalien:

  • Ventrikelseptumdefekt (VSD) – Loch in der Kammerscheidewand
  • Überreitende Aorta (Overriding Aorta) – Aorta liegt über dem VSD
  • Rechte Ventrikuläre Hypertrophie (RVH) – Verdickung der rechten Herzkammer
  • Rechtsventrikuläre Ausflusstraktobstruktion (Pulmonalstenose) – Verengung des Lungenausflusstrakts

Klinik

  • Zyanose (bläuliche Verfärbung) – hängt vom Schweregrad der Pulmonalstenose ab
  • „Tet-Spells" (hypoxämische Anfälle) – bei Aufregung oder körperlicher Belastung
  • Schreianfälle beim Säugling
  • Taktiles Schwirren über der Pulmonalregion

Therapie

  • Medikamentös: Propranolol (Betablocker) zur Vorbeugung von Tet-Spells
  • Chirurgisch: Korrekturoperation im Kleinkindalter (VSD-Verschluss, RVOT-Resektion)
  • Palliative Verfahren: Blalock-Taussig-Shunt (BT-Shunt) zur pulmonalen Durchblutungssteigerung

Prüfungsrelevant: Fallot-Tetralogie

Prävalenz in Deutschland: ca. 40% der angeborenen Herzfehler. Die vier Komponenten: VSD, overriding aorta, RVH, Pulmonalstenose. Pathophysiologie: Rechts-Links-Shunt durch die Kombination von VSD und Pulmonalstenose → Zyanose. Therapie: Betablocker (Propranolol) bei Tet-Spells; chirurgische Korrektur.

Ventrikelseptumdefekt (VSD)

Ein VSD ist ein Loch in der Kammerscheidewand. Häufigster angeborener Herzfehler. Kleine VSDs können spontan heilen. Große VSDs führen zu Herzinsuffizienz und erfordern chirurgischen Verschluss.

Prüfungsrelevant: VSD

VSD = Ventrikelseptumdefekt. Häufigster angeborener Herzfehler. Klinik: systolisches Herzgeräusch (panskpisches Geräusch), bei großem VSD: Herzinsuffizienz. Diagnostik: Echokardiographie. Therapie: bei kleinen VSDs → abwarten; bei großen VSDs → chirurgischer Verschluss (Verschluss-OP).

10. Herzinsuffizienz & Schockformen

Herzinsuffizienz – NYHA-Klassifikation

  • NYHA I: Keine Beschwerden bei normaler körperlicher Belastung
  • NYHA II: Leichte Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit; Beschwerden bei stärkerer Belastung
  • NYHA III: Beschwerden bei geringer körperlicher Belastung
  • NYHA IV: Beschwerden in Ruhe

Schockformen im Detail

Hypovolämischer Schock

  • Ursache: Volumenverlust (Blutung, Dehydratation, Verbrennungen, Durchfall)
  • Klinik: Kalte, feuchte Haut, Tachykardie, Hypotonie, Oligurie
  • Therapie: Volumenersatz (Kristalloide, Kolloide), Bluttransfusion bei Blutverlust

Kardiogener Schock

  • Ursache: Herzinfarkt, Myokarditis, Arrhythmien, Herzklappenversagen
  • Klinik: Hypotonie, Bradykardie oder Tachykardie, Lungenödem, kalte Haut
  • Therapie: Katecholamine (Dobutamin, Noradrenalin), ggf. mechanische Kreislaufunterstützung (IABP, ECMO)

Distributiver Schock – Spezifika

  • Septischer Schock: WARME Haut (Vasodilatation durch Entzündungsmediatoren)
  • Anaphylaktischer Schock: Utrikaria, Bronchospasmus, Larynxödem, Hypotonie; Therapie: Adrenalin i.m., Antihistaminika, Kortikosteroide
  • Neurogener Schock: Rückenmarksverletzung → Bradykardie, Hypotonie, warme Haut (Verlust des Sympathikotonus)

Prüfungsrelevant: Schockformen

Unterschied warme vs. kalte Haut: Warme Haut = septischer/anaphylaktischer/distributiver Schock (Vasodilatation). Kalte Haut = hypovolämischer/kardiogener Schock (periphere Vasokonstriktion als Kompensation). NYHA-Klassifikation muss in der Prüfung angegeben werden können.

11. Brustuntersuchung (Mamma-Karzinom)

Inspektion

  • Formveränderungen, Asymmetrien
  • Orangenhaut (Peau d'orange) – Zeichen eines fortgeschrittenen Mammakarzinoms (lymphatische Obstruktion)
  • Hautrötung, Einziehungen (Retraktion der Haut oder Mamille)
  • Sichtbare Tumoren, Ulzerationen

Palpation

  • Systematische Palpation aller Quadranten
  • axilläre und supraklavikuläre Lymphknoten
  • Tastbare Knoten: Größe, Konsistenz, Beweglichkeit, Druckschmerzhaftigkeit

Diagnostik bei Verdacht auf Mammakarzinom

  • Mammographie (Röntgen der Brust)
  • Sonographie (Ultraschall)
  • Biopsie (Feinnadelpunktion oder Stanzbiopsie) zur histologischen Sicherung
  • Staging: CT, Knochenszintigraphie, Leber-Sonographie

Prüfungsrelevant: Mamma-Karzinom

Was ist Orangenhaut (Peau d'orange)? – Ein Zeichen durch lymphatische Obstruktion bei fortgeschrittenem Mammakarzinom, bei dem die Haut aussieht wie die Oberfläche einer Orange. Diagnostik: Mammographie + Sonographie + Biopsie. Therapie: Operation (Mastektomie/Brust erhaltend), Chemotherapie, Radiatio, Hormontherapie (bei Hormonrezeptor-positiven Tumoren).

12. Stoma – Arten, Anatomie & Funktion

Ein Stoma (künstlicher Darmausgang) wird bei verschiedenen Erkrankungen und Operationen angelegt, insbesondere bei Karzinomen des Kolons und Rektums.

Arten des Stomas

  • Kolo-/Kolostoma – aus dem Kolon, z.B. bei Rektumkarzinom nach tiefer anteriorer Resektion oder bei Sigmadivertikulitis mit Perforation
  • Ileostoma – aus dem Ileum, z.B. bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder als protektives Stoma
  • Urostoma (Ileum-Conduit) – zur Urinableitung nach Zystektomie (Blasenkarzinom)

Lokalisation

  • Transversostoma – queres Kolon (im Oberbauch)
  • Sigmastoma – Sigma (im linken Unterbauch)
  • Ileostoma – rechter Unterbauch

Besonderheiten

  • Temporäres Stoma (Protektivstoma) vs. permanentes Stoma
  • Beim Urostoma (Ileum-Conduit): Ureteren werden in ein ausgeschaltetes Ileum-Segment eingepflanzt; der Urin fließt durch ein Stoma nach außen
  • Stoma-Pflege und Komplikationen (Retraktion, Prolaps, Stenose, Parastomalhernie)

Prüfungsrelevant: Stoma

Der Prüfer fragt oft detailliert nach der Anatomie des Urostomas: Ureteren werden in ein ausgeschaltetes Ileum-Segment (Ileum-Conduit) implantiert. Stoma-Lokalisation: Kolo-/Kolostoma (linker Unterbauch), Ileostoma (rechter Unterbauch), Transversostoma (Oberbauch). Bei Kolorektalkarzinom: Welches Stoma? – oft temporäres Ileostoma als Protektivstoma.

13. Hyperkalzämie

Die Hyperkalzämie (erhöhter Serumkalziumspiegel) ist ein wichtiger Elektrolytstörung mit verschiedenen Ursachen und Symptomen.

Ursachen

  • Primärer Hyperparathyreoidismus – häufigste Ursache bei ambulanten Patienten
  • Malignome – Bronchialkarzinom (paraneoplastisch), Mammakarzinom, multiples Myelom, Lymphome
  • Vitamin-D-Intoxikation
  • Thiazid-Diuretika
  • Milch-Alkali-Syndrom

Klinik – „Stones, Bones, Groans, Thrones, and Psychiatric Overtones"

  • Stones (Nierensteine): Kalziumhaltige Steine
  • Bones (Knochenschmerzen): Osteopenie, pathologische Frakturen
  • Groans (Bauchschmerzen): Obstipation, Übelkeit, Pankreatitis
  • Thrones (Polyurie): Nephrogener Diabetes insipidus → Polyurie, Polydipsie
  • Psychiatric Overtones: Verwirrtheit, Depression, Koma (schwere Hyperkalzämie)

Diagnostik

  • Serumkalzium, Serumalbumin (korrigiertes Kalzium)
  • Parathormon (PTH) – erhöht bei primärem Hyperparathyreoidismus
  • EKG: verkürztes QT-Intervall

Therapie

  • Akut: Isotone Kochsalzlösung (Volumensubstitution), Schleifendiuretika (Furosemid) – fördert Kalziumausscheidung
  • Biszphosphonate (Zoledronsäure) – hemmen Osteoklastenaktivität
  • Kalzitonin – schneller Wirkungseintritt
  • Kortikosteroide – bei Malignomen oder Vitamin-D-Intoxikation

Prüfungsrelevant: Hyperkalzämie

Symptomgedächtnis: „Stones, Bones, Groans, Thrones, and Psychiatric Overtones". Häufigste Ursache ambulatorisch: primärer Hyperparathyreoidismus. Häufigste Ursache bei hospitalisierten Patienten:(anonymisiert)Malignome. Therapie: Volumensubstitution + Bisphosphonate.

14. Leberzirrhose & Pankreaskarzinom

Leberzirrhose – Komplikationen

  • Ösophagusvarizen – wichtige Komplikation bei portaler Hypertension
  • Aszites – Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum
  • Portale Hypertension – erhöhter Druck im Pfortadersystem
  • Spontan bakterielle Peritonitis (SBP)
  • hepatorenales Syndrom
  • Hepatische Enzephalopathie

Ösophagusvarizen – Therapie

  • Endoskopische Varizensligatur (Banding) – Mittel der Wahl zur Akuttherapie
  • Betablocker (Propranolol, Carvedilol) – Prophylaxe der Erstblutung
  • Terlipressin – Akuttherapie der Varizenblutung (Verringerung des Pfortaderdrucks)
  • TIPS (Transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt) – bei wiederholten Blutungen

Pankreaskarzinom

Das Pankreaskarzinom ist ein hochmaligner Tumor mit schlechter Prognose. Risikofaktoren: Rauchen, chronische Pankreatitis, Diabetes mellitus, familiäre Belastung.

Diagnostik

  • Tumormarker: CA 19-9 (nicht spezifisch, aber zur Verlaufskontrolle wichtig)
  • Bildgebung: CT-Abdomen (Panoreakrebs-Staging), MRT, Endosonographie (EUS)
  • Feinnadelpunktion (EUS-gesteuert) zur histologischen Sicherung

Leberzysten vs. Leberkarzinom

  • Leberzysten (einfach): asymptomatisch, keine Therapie nötig
  • Polyzystische Lebererkrankung: viele Zysten, ggf. Symptome durch Raumforderung
  • Leberkarzinom (HCC): bei Leberzirrhose; Therapie: Resektion, Lebertransplantation, TACE (transarterielle Chemoembolisation), systemische Therapie (Sorafenib)

Prüfungsrelevant: Leber & Pankreas

Bei Leberzirrhose: Ösophagusvarizen → Therapie: endoskopisches Banding + Betablocker. Pankreaskarzinom: CA 19-9 als Tumormarker; Endosonographie zur Diagnosesicherung. HCC: häufig bei Leberzirrhose; Therapieoptionen: Resektion, Lebertransplantation, TACE.

15. Refluxösophagitis & Hiatushernie

Refluxösophagitis – Ätiologie

  • Schwäche des unteren Ösophagussphinkters (UÖS) – die Hauptursache
  • Erhöhter abdomineller Druck (Adipositas, Schwangerschaft, Aszites)
  • Hiatushernie – Zwerchfellbruch, begünstigt Reflux
  • Zahlreiche abdominale Voroperationen → können Reflux begünstigen

Physiologischer Hintergrund

Jeder Mensch hat physiologisch einen gewissen Grad an gastroösophagealem Reflux – bedingt durch den Druckunterschied zwischen Thorax und Abdomen. Erst wenn dieser Reflux pathologisch wird (Sodbrennen, Ösophagitis), spricht man von einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD).

Diagnostik

  • Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) – Goldstandard zur Diagnosesicherung und zum Ausschluss von Komplikationen (Barrett-Ösophagus)
  • 24-Stunden-pH-Metrie – quantifiziert den sauren Reflux
  • Manometrie – zur Funktionsprüfung des UÖS

Hiatushernie – Formen

  • Hiatushernie Typ I (Sliding): am häufigsten (90%); die Kardia gleitet durch den Hiatus in den Thorax
  • Hiatushernie Typ II (Paraösophageal): Fundus des Magens liegt paraösophageal, Kardia bleibt in situ
  • Hiatushernie Typ III/IV (Mischformen)

Therapie

  • Konservativ: Gewichtsreduktion, Lifestyle-Änderungen, PPIs (Protonenpumpeninhibitoren)
  • Chirurgisch: Laparoskopische Fundoplikatio (z.B. nach Toupet oder Nissen) bei Versagen der konservativen Therapie

Prüfungsrelevant: Reflux & Hiatushernie

Warum hat jeder Mensch einen gewissen Reflux? – Durch den Druckunterschied zwischen Thorax und Abdomen (thorakaler Unterdruck vs. abdomineller Überdruck). Diagnostik: ÖGD (Endoskopie). Therapie: PPI, bei Versagen → Fundoplikatio. Hiatushernie Typ I = Sliding (häufigste Form); Typ II = Paraösophageal (Kardia bleibt in situ).

16. Herzphysiologie – Polarisation & Erregungsleitung

Die elektrische Aktivität des Herzens beruht auf der Polarisation der Herzmuskelzellen. Diese Kenntnisse gehören zu den Grundlagen, die in der deutschen Kenntnisprüfung erwartet werden.

Phasen der kardialen elektrischen Aktivität

  • Ruhemembranpotenzial (Polarisation): In Ruhe ist die Zelle innen negativ und außen positiv (Kationenverteilung)
  • Depolarisation: Schneller Einstrom von Na⁺ (Phase 0) → Aktionspotenzial steigt steil an; dann Ca²⁺- und Na⁺-Einstrom (Phase 2, Plateauphase)
  • Repolarisation: K⁺-Ausstrom → Aktionspotenzial fällt ab (Phase 3), Rückkehr zum Ruhemembranpotenzial (Phase 4)

Rolle von Natrium und Kalium

  • Natrium (Na⁺): Verantwortlich für die initiale Depolarisation (Phase 0) und die Plateauphase (Phase 2)
  • Kalium (K⁺): Verantwortlich für die Repolarisation (Phase 3); Kaliumkanal-Blocker verlängern das QT-Intervall
  • Kalzium (Ca²⁺): Bindeglied zwischen elektrischer Erregung und mechanischer Kontraktion (excitation-contraction coupling)

EKG-Grundlagen

  • P-Welle: Vorhoferregung (Depolarisation der Vorhöfe)
  • QRS-Komplex: Kammererregung (Depolarisation der Kammern)
  • T-Welle: Kammerrepolarisation
  • QT-Intervall: Gesamtdauer der Kammeraktivität; verlängert bei Hypokalzämie, verkürzt bei Hyperkalzämie

Prüfungsrelevant: Herzphysiologie

Was passiert bei der Depolarisation? – Na⁺-Einstrom (Phase 0) und Ca²⁺/Na⁺-Einstrom (Phase 2). Was passiert bei der Repolarisation? – K⁺-Ausstrom (Phase 3). Was ist die Plateauphase? – Ca²⁺-Einstrom, der die Kontraktion ermöglicht. EKG: P-Welle = Vorhofdepolarisation, QRS = Kammerdepolarisation, T-Welle = Kammerrepolarisation.

17. HIV & Herzinfarkt-Komplikationen

HIV-assoziierte Erkrankungen

  • Kaposi-Sarkom – durch HHV-8 (Humanes Herpesvirus 8); häufig bei HIV-Patienten; typisch: livid-rötliche Hautläsionen (auch an der Haut, im Gastrointestinaltrakt)
  • CMV-Infektionen – Zytomegalievirus
  • HIV-assoziierte Lipodystrophie

Herzinfarkt-Komplikationen

Nach einem Herzinfarkt können verschiedene Komplikationen auftreten:

  • Herzinsuffizienz – durch Verlust von funktionellem Myokard
  • Rhythmusstörungen – ventrikuläre Tachykardien, Kammerflimmern
  • Herzruptur – freie Wandruptur, Ventrikelseptumruptur, Papillarmuskelruptur
  • Herzaneurysma – Ausbuchtung der infarzierten Herzwand
  • Aplastische Krise – schwere Panzytopenie (insbesondere bei Patienten mit vorbestehenden hämatologischen Erkrankungen)

Aplastische Krise nach Herzinfarkt

Wenn ein Patient nach einem Herzinfarkt eine Aplasie entwickelt (schwere Blutbildveränderungen), kann dies auf eine myeloische Aplasie hinweisen, die durch bestimmte Medikamente oder eine Infektion ausgelöst werden kann. Differentialdiagnostisch an Parvovirus B19 denken!

Prüfungsrelevant: HIV & Herzinfarkt

Kaposi-Sarkom = HHV-8 (nicht HIV direkt). Aplastische Krise: schwere Panzytopenie nach Herzinfarkt → an Parvovirus B19 oder Medikamententoxizität denken. Herzinfarkt-Komplikationen: Herzinsuffizienz, Arrhythmien, Wandruptur, Aneurysma.

18. Bluttransfusion & Kreuztest

Blutgruppen

  • AB0-System: A, B, AB, 0 (Null)
  • Rhesusfaktor (Rh): Rh-positiv (Rh+) oder Rh-negativ (Rh-)
  • Rhesus-negativ: Personen mit Rh-Status können Anti-D-Antikörper entwickeln (v.a. nach Transfusion oder Schwangerschaft)

Kreuztest (Kreuzprobe)

Der Kreuztest (Crossmatch) ist ein Test vor jeder Bluttransfusion, bei dem das Serum des Empfängers mit den roten Blutkörperchen des Spenders getestet wird, um immunologische Unverträglichkeiten auszuschließen.

  • Major-Crossmatch: Empfängerserum + Spendererythrozyten (wichtigster Test)
  • Minor-Crossmatch: Empfängererythrozyten + Spenderserum (weniger klinisch relevant)

Verabreichung von Blutprodukten

  • EK (Erythrozytenkonzentrat) – bei Anämie, Blutverlust
  • FFP (Fresh Frozen Plasma) – bei Gerinnungsfaktorenmangel
  • Thrombozytenkonzentrat – bei Thrombozytopenie

Notfall-Transfusion

Bei massiver Blutung kann eine permissive Hypotonie (niedriger Blutdruck) sinnvoll sein, bis die Blutung chirurgisch unter Kontrolle gebracht wird. In der Zwischenzeit: isotone Kochsalzlösung als Volumenersatz.

Prüfungsrelevant: Bluttransfusion

Was ist der Kreuztest? – Test auf immunologische Unverträglichkeit zwischen Empfänger und Spender. Major-Crossmatch = wichtigster Test (Empfängerserum + Spendererythrozyten). Wann permissive Hypotonie? – Bei massiver Blutung, um die Blutung nicht zu verstärken, bis chirurgische Versorgung möglich ist.

19. Augenerkrankungen – Uveitis, Endophthalmitis

Uveitis

Die Uveitis ist eine Entzündung der Uvea (Iris, Ziliarkörper, Aderhaut). Sie kann auch bei systemischen Erkrankungen auftreten.

  • Symptome: Augenschmerzen, Rötung, Lichtempfindlichkeit (Photophobie), Sehstörungen
  • Bei M. Crohn: kann eine Uveitis als extraintestinale Manifestation auftreten
  • Uveitis anterior: Entzündung der vorderen Augenkammer (Iritis/Iridocyclitis)
  • Uveitis intermedia, posterior, Panuveitis

Endophthalmitis

Die Endophthalmitis ist eine schwere intraokulare Infektion, meist durch Bakterien oder Pilze, die nach Augenoperationen, Injektionen oder perforierenden Augenverletzungen auftreten kann.

  • Symptome: Starke Schmerzen, Visusverlust, Rötung, Hypopyon (Eiter in der Vorderkammer)
  • Notfall! – intravitreale Antibiotika, ggf. Vitrektomie

Augenuntersuchung – Wichtige Befunde

  • Tränenfilm: Beurteilung der Tränensekretion (Schirmer-Test)
  • Spaltlampe: Untersuchung der vorderen Augenabschnitte
  • Fundoskopie: Beurteilung des Augenhintergrunds (Retina, Papille)

Prüfungsrelevant: Augen

Uveitis = Entzündung der Uvea. Extraintestinale Manifestation bei M. Crohn: Uveitis. Endophthalmitis = schwere intraokulare Infektion → Notfall mit intravitrealen Antibiotika. Symptome: Starke Schmerzen, Visusverlust, Rötung.

20. Kinderorthopädie – Malgaigne-Fraktur & M. Perthes

Malgaigne-Fraktur

Die Malgaigne-Fraktur ist eine Fraktur des Beckens mit Dislokation, die sowohl den vorderen als auch den hinteren Beckenring betrifft. Sie ist eine stabile Beckenfraktur und entsteht typischerweise durch Hochrasanztrauma (z.B. Verkehrsunfall).

  • Merkmal: Vertikal verschobene Fraktur mit Beteiligung von Sakrum oder Ilium (hinterer Beckenring) und Symphyse oder Schambeinast (vorderer Beckenring)
  • Klinik: Starke Schmerzen, Beckendeformität, Krepitation
  • Diagnostik: Beckenübersichtsaufnahme (Röntgen), CT bei fragiler Diagnose
  • Therapie: Reposition und Osteosynthese (operative Stabilisierung)

Morbus Perthes

Der Morbus Perthes (idiopathische Hüftkopfnekrose) ist eine Durchblutungsstörung des Hüftkopfes im Kindesalter (4–10 Jahre), die zur Hüftkopfnekrose führt.

  • Symptome: Hüftschmerzen, Hinken, eingeschränkte Hüftbeweglichkeit (v.a. Innenrotation und Abduktion)
  • Diagnostik: Röntgen Hüfte (AP + Lauenstein), MRT
  • Stadieneinteilung nach Waldenström
  • Therapie: Konservativ (Physiotherapie, Schonung) oder operativ (Umstellungsosteotomie) je nach Alter und Stadium

Prüfungsrelevant: Kinderorthopädie

Malgaigne-Fraktur: Vertikal instabile Beckenfraktur mit Beteiligung beider Beckenringe. Morbus Perthes: Hüftkopfnekrose im Kindesalter; Klinik: Hinken, Hüftschmerzen; Therapie: Physiotherapie, ggf. operative Korrektur.

21. Allgemeine Prüfungstipps & Strategie

Strategie für die Kenntnisprüfung

  • Gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg – die Themen aus den Vorlesungen decken ca. 70–80% der Prüfungsfragen ab
  • Anatomische Detailfragen kommen oft unerwartet – z.B. Arterien, Venen, Nervenverläufe
  • Bei Bildgebungsfragen (CT, Röntgen, EKG): systematisch vorgehen und die wichtigsten Befunde benennen
  • Verbaler Fluss ist wichtig – der Prüfer sieht gerne, dass der Kandidat das Thema sicher beherrscht und frei erklären kann
  • Bei Fragen, die man nicht weiß: ehrlich sagen, dass man es nicht weiß, anstatt zu raten
  • Glück und Pech spielen eine Rolle – wenn ein Thema kommt, das man nicht vorbereitet hat, ist das kein Bein für das eigene Können

Typische Prüferstrategien

  • Der Prüfer fragt oft nach Definitionen (z.B. „Was ist X?", „Wie definieren Sie Y?")
  • Er fragt nach der Therapie – nicht nur die Therapie selbst, sondern auch warum diese Therapie gewählt wird
  • Prognose und Verlauf sind ebenfalls beliebte Themen
  • Manchmal wird ein Patientenbild gezeigt und der Kandidat muss die Diagnose stellen und das weitere Vorgehen erklären

Typische lateinische Fachbegriffe, die gefragt werden

  • Calor, Rubor, Dolor, Tumor, Functio laesa – Entzündungszeichen
  • Vena saphena magna/parva, Vena cephalica/radialis – Venen
  • Arteria subclavia, axillaris, brachialis – Armarterien
  • Functio laesa – eingeschränkte Funktion

Wichtiger Hinweis

Die Themen wurden basierend auf Prüfungen zwischen 2018 und 2022 besprochen. Es ist möglich, dass neue Fragen dazukommen. Daher ist eine kontinuierliche Aktualisierung des Wissens wichtig. Folgen Sie den aktuellen Leitlinien und Arzneimitteltherapie-Empfehlungen.

Notfall-Algorithmen – Must-Know

  • ABCDE-Schema (Airway, Breathing, Circulation, Disability, Exposure)
  • Reanimation: BLS (Basic Life Support) und ALS (Advanced Life Support)
  • Stabile vs. instabile Patienten – instabil = sofortige Intervention
  • Thrombolyse bei STEMI – wann? (innerhalb des Zeitfensters, wenn PCI nicht verfügbar)

Abschließender Tipp

Studieren Sie nicht nur Fakten, sondern versuchen Sie, klinische Zusammenhänge zu verstehen. In der Prüfung geht es nicht nur um das reine Wissen, sondern auch darum, wie Sie denken und argumentieren. Zeigen Sie Ihrem Prüfer, dass Sie ein guter Arzt sind oder werden wollen!